Die Werke boten während der Vernissage allerlei Anlass zu vielen angeregeten Diskussionen. Foto: Ines Rudel

In der Villa Merkel stellen die Meisterschüler ihre Arbeiten aus. Philipp Braitinger

Esslingen - Es wurden gleich zwei Premieren am Donnerstag gefeiert. Die Eröffnung der Ausstellung in der Villa Merkel in Esslingen mit dem Titel „Practice Process Progress“ war über eine Vernissage hinaus auch noch die erste Abschlussausstellung des neuen Graduiertenstudienganges des Weißenhofprogramms der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Das erklärte der Leiter der Villa Merkel, Andreas Baur, während seiner Begrüßung.

Die Ausstellung geht noch bis zum 13. November

Die neun Künstler zeigen noch bis zum 13. November Arbeiten, die sie während des vergangenen Jahres geschaffen haben. Mit dabei ist eine Videoinstallation von Valentin Henning. Von dem 80-minütigen Science-Fiction-Film, der im ersten Stock zu sehen ist, sind dreißig Minuten im vergangenen Jahr fertig geworden. „Es ist scarry, aber total spannend“, sagte Baur. Genauso spannend ist die Arbeit von Georg Lutz. Er zeigt im Erdgeschoss Werke, die einige der großen Fragen dieser Zeit berühren. Unter anderem stellt er ein Water-Boarding-Equipment und ein Bild, auf dem geweihtes Wasser aus Lourdes und Mekka getrunken wird, aus. Wer davon aufgewühlt im ersten Stock die Fotos von Ann-Kathrin Müller aus der US-amerikanischen Wüste in schwarz-weiß betrachtet, kann damit wieder etwas zur Ruhe kommen.

„Alle haben unglaublich viel gearbeitet.“

Die Professorin für Bildhauerei und Vorsitzende des Weißenhof-Ausschusses, Mariella Mosler, hob den Schaffensdrang der Künstler hervor. „Alle haben unglaublich viel gearbeitet“, sagte sie. Die nun gezeigten Werke hätten eine hohe Qualität, so die Professorin weiter. „Es ist eine super Ausstellung.“ Das Weißenhofprogramm der Akademie ist eine Kombination aus einem formellen Studiengang und einer individuellen Förderung. Dafür werden den Teilnehmenden Veranstaltungen angeboten und gleichzeitig erfahrene Künstler an die Seite gestellt. Das Programm soll Künstlern nach ihrem ersten Abschluss den Einstieg in den Beruf erleichtern.

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