Michel Platini (links) hat als UEFA-Chef dubiose Zahlungen von FIFA-Boss Joseph Blatter erhalten. Foto: dpa/Walter Bieri

Der Fußball-Weltverband hat in der Schweiz Klage gegen die früheren Spitzenfunktionäre Joseph Blatter und Michel Platini eingereicht und fordert zwei Millionen Schweizer Franken zurück

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA hat in der Schweiz Klage gegen die früheren Spitzenfunktionäre Joseph Blatter und Michel Platini eingereicht. Damit folgt die FIFA einer Empfehlung ihres Governance Komitees und fordert zwei Millionen Schweizer Franken zurück, wie der Weltverband am Montag mitteilte. Sollte dies erfolgreich sein, würde die Summe in die Entwicklung des Fußballs investiert werden, hieß es weiter.

Die dubiose Zahlung hatte der ehemalige UEFA-Chef und FIFA-Vize Platini vor acht Jahren vom damaligen FIFA-Boss Joseph Blatter erhalten. Platini und Blatter hatten stets argumentiert, es habe sich bei dem Geld um eine verspätete Gehaltszahlung für Beratertätigkeiten gehandelt.

Blatter und Platini für Fußball-Aktivitäten gesperrt

Der 64 Jahre alte Platini war von der FIFA-Ethikkommission 2015 zunächst für acht Jahre für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt worden. Die Strafe wurde später auf vier Jahre reduziert. Der 83 Jahre alte Blatter war nach der Zahlung an Platini ebenfalls gesperrt worden, sein Bann läuft noch bis ins Jahr 2021. Platini galt vor seiner Sperre als Favorit auf die Nachfolge von Blatter als FIFA-Präsident. Nach seinem Ausschluss setzte sich überraschend sein ehemaliger enger Vertrauter Gianni Infantino bei der Wahl zum Weltverbands-Boss durch.

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