Matthias Knecht in seinem Büro im Rathaus. Foto: factum/Weise

Mit fast 60 Prozent der Stimmen und viel Vorschusslorbeeren wurde Matthias Knecht Ende Juni zum neuen Oberbürgermeister von Ludwigsburg gewählt. An diesem Montag hat er sein Amt angetreten. Er war nicht der einzige Neuling im Rathaus.

Ludwigsburg
Der Blumenstrauß auf dem Schreibtisch stammt von CDU-Fraktionschef Klaus Herrmann, auch die anderen Fraktionsvorsitzenden haben beste Wünsche für den Start überbracht – der neue Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht hat am Montag sein Amt angetreten. Wohl wissend um die „große Aufgabe“, aber mit viel Vorfreude sei er am frühen Morgen zu seinem ersten Arbeitstag aufgebrochen, erzählt er. Schon kurze Zeit später hatte er dann seinen ersten offiziellen Termin: Der OB heißt traditionell die neuen Auszubildenden der Verwaltung willkommen, und in dem Fall stand also der Neuling vor lauter Neulingen. „Wir haben uns wohl in dem Augenblick alle so gefühlt, als hätten wir gerade die Schultüte in der Hand.“ Danach stand ein erstes Kennenlernen mit den Fachbereichsleitern auf der Tagesordnung. Respekt und Wertschätzung seien ihm wichtig, sagt Knecht, der mit dem Versprechen in den Wahlkampf gezogen war, für ein vertrauensvolles Miteinander im Rathaus und in der Stadt zu sorgen.

Knecht will mehr Miteinander und Respekt im Rathaus

Wohl auch, weil von einem Miteinander unter seinem Vorgänger Werner Spec zuletzt nicht mehr viel zu spüren war, weder im Rathaus noch in der Stadt. Auch deswegen wurde der parteilose Knecht, Jahrgang 1975, von einem breiten Bündnis aus CDU, SPD und Grünen unterstützt. Und wohl auch deswegen hat er die Wahl Ende Juni s o überraschend deutlich mit fast 60 Prozent der Stimmen gewonnen. Mit Spec werde er sicher noch einmal sprechen, sagt Knecht. Schließlich verfüge sein Vorgänger bei vielen Themen, etwa der Digitalisierung oder der Energiepolitik, über großes Fachwissen. Knecht selbst muss sich jetzt erst einmal in den städtischen Haushalt einarbeiten, denn bald beginnen die Etatdebatten. Und er muss – auch das gehört dazu – ein repräsentatives Bild für die noch weißen Wände in seinem Büro aussuchen. „Etwas Modernes, Expressionistisches könnte ich mir vorstellen. Mal sehen, was der Fundus so hergibt.“

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