An der Uni Hohenheim wird per Staatsanwalt über Mittel für ein Forschungsprojekt gestritten. Foto: dpa/Marijan Murat

Wegen angeblichen Subventionsbetrugs, angezeigt von einem Professor der Uni Hohenheim, hat die Staatsanwaltschaft erneut die Ermittlungen gegen die Hochschule aufgenommen. Nach einem Bericht in der „Stuttgarter Zeitung“ wehrt sich Unirektor Stephan Dabbert jetzt öffentlich gegen die Vorwürfe.

Stuttgart - Wegen angeblichen Subventionsbetrugs, angezeigt von einem Professor der Uni Hohenheim, hat die Staatsanwaltschaft erneut die Ermittlungen gegen die Hochschule, ihren Rektor Stephan Dabbert und andere Uni-Mitglieder aufgenommen. Nach einem Bericht in der Stuttgarter Zeitung wehrt sich Unirektor Stephan Dabbert jetzt öffentlich gegen die Vorwürfe und listet die Fakten hierzu auf der Uni-Homepage auf.

Dabei gehe es um die Mittel für ein Forschungsprojekt, das das Bundeswirtschaftsministerium mit insgesamt rund 320 000 Euro fördere. Davon habe die Uni Hohenheim 82 700 Euro ausgegeben, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt – nach Ansicht jenes Professors zu Unrecht, da das von ihm betreute Teilprojekt zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen sei. Die Uni sieht das anders. Die Vorwürfe seien uniintern bereits im Jahr 2015 von jenem Professor erhoben worden. Nach einer Prüfung durch Uni und Geldgeber seien sie jedoch als unzutreffend zurückgewiesen worden. Der Konflikt mit dem Projektträger sei durch ein regelwidriges Verhalten des Professors ausgelöst worden, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Eine Schlichtung sei nicht gelungen.

Die Staatsanwaltschaft hat schon zweimal die Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen wegen angeblichen Subventionsbetrugs bereits zweimal eingestellt. Diese seien jedoch auf Betreiben des anzeigenden Professors – auf Geheiß der Generalstaatsanwaltschaft – wieder aufgenommen worden. Die Uni weist alle Vorwürfe zurück. Auch laut Staatsanwaltschaft hätten die bisherigen Ermittlungen den Vorwurf nicht erhärtet. Für eine abschließende Einschätzung stehe aber noch eine Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums aus.

Inzwischen sei bekannt geworden, so die Uni, dass der Professor und einer seiner ehemaligen Mitarbeiter die Justiz durch weitere Anzeigen beschäftigten: Bei einer gehe es um ein anderes Forschungsprojekt, das Verfahren sei aber eingestellt worden. Am Verwaltungsgericht sei noch ein weiteres Verfahren anhängig.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: