Die Bürger haben sich rege an der Kandidatenvorstellung beteiligt. Foto: KS-Images.de

Die Bürger hatten viele Fragen an die Bewerber für das Bürgermeisteramt.

Erdmannhausen - Richtig gefordert waren die Bewerber um das Amt des Bürgermeisters in der Fragerunde. Dabei kristallisierten sich drei Hauptthemen heraus: Der Verkehr mit Busanbindung und Parkplatzsituation, Umwelt und Nachhaltigkeit von Ökologie bis hin zum 5G-Netz und dem Wohnungsbau.

„Wird es eine Busverbindung von Erdmannhausen nach Steinheim geben?“, wollte eine Jugendliche wissen. Denn für die Schüler sei es sehr umständlich, immer erst über Marbach zu fahren. Das Problem sei, dass darüber nicht die Gemeinde entscheiden könnte, so etliche Kandidaten. Jürgen Olma betonte, man könne nur immer wieder an entsprechender Stelle darauf hinweisen. Marc Fuchs brachte einen Zusammenschluss mit anderen Kommunen ins Gespräch, um „gemeinsam ein Stück weit Druck auszuüben“. Robin Reindl plädierte für einen neuen Verkehrsbedarfsplan, und Marcus Kohler hoffte, mit dem neuen Landrat erneut verhandeln zu können. „Das ist keine ausweglose Sache“, meinte er.

„Haben Sie sich Gedanken zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit gemacht?“, wollte eine Bürgerin wissen. Marc Fuchs sieht die Gemeinde da auf einem guten Weg und nannte als Beispiel die E-Ladesäule. Man müsse aber auch Verkehrskonzepte angehen. Robin Reindl verwies auf Ministeriumsratgeber für Streuobstwiesen, die Aktion Pro Biene und regte an, den Arbeitskreis Biotop vorübergehend mit einem Bachelor-Studenten der Uni Hohenheim zu besetzen.

Marcus Kohler nannte zum einen das interkommunale Gewerbegebiet, das man ökologisch entwickeln solle - mit begrünten Dächern und Photovoltaikanlagen. Zum anderen betonte er, die Landschaftspflege könne durch Zusammenarbeit von Rathaus, Landwirtschaft, Bauhof und dem Arbeitskreis Biotop optimiert werden.

Zur Frage nach dem Ausbau des 5G-Netzes sagte der IT-Experte Stephan Erdmann, dabei gehe es vor allem um autonomes Fahren, und der Normalbürger habe davon nicht viel. Marc Fuchs und Robin Reindl ließen im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Interessen eine gewisse Sympathie für die neue Technologie erkennen. Fuchs betonte jedoch, man müsse Studienergebnisse abwarten, ob das Ganze gesundheitlich unbedenklich sei, und Robin Reindl verwies darauf, dass das Thema ohnehin keine kommunale Entscheidung sei.

Wie man die Chancen für den sozialen Wohnungsbau sehe, war eine weitere Frage. Robin Reindl verwies dazu auf den Gemeindeentwicklungsplan, Marcus Kohler sagte, man werde sich die innerörtlichen Flächen anschauen müssen, und Marc Fuchs meinte, man könne bei Neubauten eine gewisse Quote für den sozialen Wohnbau festlegen.

Hier lesen Sie, wie sich die Erdmannhäuser Bürgermeisterkandidaten vorgestellt haben: https://www.marbacher-zeitung.de/inhalt.erdmannhaeuser-buergermeisterkandidaten-haben-sich-vorgestellt-buergerbeteiligung-wird-grossgeschrieben.e5c5d378-c127-4b31-aab3-3f1fd0b69590.html

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