Das Beben soll im 30 Kilometer-Radius vom Epizentrum spürbar gewesen sein – also bis über die Burg Hohenzollern hinaus. (Archivbild) Foto: dpa/Thomas Warnack

Die Erde bei Albstadt bebt in der Nacht für mehrere Sekunden. Wegen der spürbaren Erschütterungen gehen mehr als 1000 Meldungen beim Erdbebendienst ein, auch bei der Polizei klingelt das Telefon regelmäßig. Es ist nicht das erste Beben dieser Art im Südwesten.

Albstadt - Ein leichtes Erdbeben hat in der Nacht zum Montag Teile der Schwäbischen Alb erschüttert. Vom Epizentrum bei Albstadt (Zollernalbkreis) aus war das Beben mit einer Stärke von 3,8 vermutlich im Umkreis von 30 Kilometern zu spüren, wie der Erdbebendienst Südwest mitteilte. Die Erde bebte um 1.59 Uhr für einige Sekunden. Schäden waren bis zum Montagmittag weder Polizei noch Erdbebendienst bekannt.

Schäden nach Erdbeben unwahrscheinlich

Mehr als 1300 Meldungen seien beim Erdbebendienst eingegangen, sagte Referatsleiter Stefan Stange. Bei einem Erdbeben dieser Stärke seien nennenswerte Schäden sehr unwahrscheinlich. Folgen seien im schlimmsten Fall Risse im Putz oder Gegenstände, die von Tischen oder aus Regalen fallen. Da sich das Erdbeben mit vier Kilometern Herdtiefe relativ nahe an der Erdoberfläche ereignet habe, sei es deutlich wahrnehmbar gewesen.

Viele Menschen, die das Beben bemerkt hätten, seien von einer höheren Stärke ausgegangen, sagte Stange weiter. Bei der Polizei gingen bis zum Mittag um die 60 Anrufe wegen des Bebens ein. Auch hier seien keinerlei Schäden gemeldet worden, sagte ein Sprecher.

Im Sommer hatte es in der Bodenseeregion einige Erdbeben gegeben - das stärkste mit einer Stärke von 3,7. In Albstadt hatte die Erde zuletzt im Dezember 2017 spürbar gebebt. Das letzte stärkere Beben mit einem Wert von 4,0 hatte sich 2003 ereignet.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: