Hinten rechts liegt die Bandage des Stürmers auf dem Rasen. Foto: dpa/Marius Becker

Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Breel Embolo startet mit einem schönen Tor gegen Ungarn in die EM. Dass er in dieser Saison lange verletzt war, verriet ein kurioses Detail bei seinem Treffer.

Der Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo war auf dem Weg zu seinem ersten Tor bei der Fußball-Europameisterschaft durch nichts aufzuhalten: Weder von seiner langen Verletzungsgeschichte noch von einem Kompressionsstulpen, den der ehemalige Gladbacher am Samstag bei seinem Treffer zum 3:1 (2:0) gegen Ungarn mitten auf dem Spielfeld verlor.

In der Nachspielzeit dieses EM-Duells in der deutschen Gruppe lief Embolo hinter einem langen Abschlag seines Torwarts Yann Sommer her und bekam den Ball dann unfreiwillig von dem ungarischen Verteidiger Willi Orban vorgelegt. Der Stulpen rutschte ihm auf der Höhe der Strafraumgrenze von den Knien - aber der 27-Jährige von AS Monaco blieb dennoch so gelassen, dass er den Ball einfach über Ungarns Keeper Peter Gulacsi hinweg ins Tor lupfte.

Embolo dankt seinen Ärzten

„Wir mussten auf der Bank alle lachen“, sagte Embolos Teamkollege Silvan Widmer vom Bundesligisten Mainz 05. „Zum Glück ist er in der Situation cool geblieben.“

Embolo erlitt im vergangenen August einen Kreuzbandriss und bestritt in der abgelaufenen Saison nur fünf Spiele für seinen neuen Club Monaco. „Wegen meiner Verletzung trug ich die Kompressionstulpen“, sagte der langjährige Bundesliga-Profi über seine Bandage. „Ich bin froh, dass ich auf dem Platz stehen konnte. Der Dank geht an die Ärzte und Physios. Mein Tor ist für die Familie, für die Fans und Mitspieler. Es war ein spezielles Jahr für mich, aber das gehört zum Leben dazu.“