Komikerin Gaby Köster schreibt über ihr Leben nach dem Schlaganfall Foto: Ullstein Buchverlage

2008 erlitt Gaby Köster einen schweren Schlaganfall. Wie es ihr heute, elf Jahre danach, geht, beschreibt sie in ihrem neuen Buch. So viel sei gesagt: Für die Komikerin gilt es noch so manche Hürde zu nehmen.

"2011, als das 'Schnupfen-Buch' herauskam, da war ich doch ganz anders drauf als jetzt", schreibt Gaby Köster (57) in ihrem neuen Werk mit dem Titel "Das Leben ist großartig - von einfach war nie die Rede". Elf Jahre ist es mittlerweile her, dass die Schauspielerin und Komikerin einen Schlaganfall erlitten hat - oder wie sie sagt, einen "drecksdrisseligen Schlag". Dieser habe sie zwar aus ihrer Karriere "herauskatapultiert", heute gehe es ihr aber so gut, dass sie wieder auf Deutschlands Bühnen stehen und die Leute zum Lachen bringen könne. Auch wenn sie das große Überwindung kostet.

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Denn wie die 57-Jährige in ihrem Buch, das zusammen mit Till Hoheneder (53) entstanden ist, schreibt, seien öffentliche Auftritte, Verabredungen oder auch "jede noch so kleine Besorgung" mit "einer Menge Mut" verbunden. Davon lasse sich die Komikerin aber nicht abhalten. Sie wisse, dass sich das Nehmen der Hürden lohnt. "Jedes Mal, wenn ich nach einem kleinen Solo-Ausflug wieder zu Hause bin, dann bin ich hinterher heidenfroh, dass ich es gemacht habe. Das ist gut für mein Selbstbewusstsein, das ist wichtig für die Überwindung des inneren Schweinehunds", lauten ihre Worte.

Sie sieht die Dinge pragmatisch

Natürlich gibt es in Kösters Leben auch Tage, die nicht von Sonnenschein und guter Laune durchzogen sind. "Tage, an denen ich meine Spiegel im Haus am liebsten abhängen würde, weil ich mich nicht sehen will. Tage, an denen ich mich müde und abgekämpft fühle." Doch die Schauspielerin scheint eine pragmatische Einstellung zu haben: "Dafür brauchte ich keinen Schlaganfall, solche Tage habe ich auch im kompletten Gesundzustand erlebt."

Zwar werde sie sich nach eigener Aussage wohl nie an ihre jetzigen Lebensumstände gewöhnen. Dennoch sei sie "sehr dankbar für jede Minute", die sie "bei Sinnen auf diesem Planeten wandeln darf".

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