Coin Master orientiert sich am typischen Slot-Machine-Spiel, jedoch ohne echte Geldgewinne. Foto: ullstein bild

Die Spiele-App „Coin Master“ simuliert eine klassische Slot Maschine und ist unter Kinder und Jugendliche besonders beliebt. Die Landesmedienanstalt NRW nimmt die Anwendung jetzt unter die Lupe.

Düsseldorf - Die Landesmedienanstalt NRW will die bei Kindern und Jugendlichen beliebte App „Coin Master“ dem „Spiegel“ zufolge überprüfen lassen. Die App, die von Promis wie Dieter Bohlen und Daniela Katzenberger beworben werde, könnte nach Ansicht von Jugendschützern als Einstiegsdroge in die Welt des Glücksspiels wirken, berichtet das Nachrichtenmagazin (Samstag). Solche Apps orientierten sich vom Spielprinzip her an klassischen Slot-Automaten - auch wenn keine realen Geldgewinne erzielt werden könnten. Die Landesmedienanstalt betonte aber auf dpa-Anfrage, ihr gehe es bei der Prüfung weniger um den Inhalt, als um die Werbung für die App.

Werbung dürfe sich nicht direkt an Kinder richten, sagte ein Sprecher der Landesmedienanstalt in Düsseldorf. Die Kommission für Jugendmedienschutz solle überprüfen, ob hier möglicherweise ein Verstoß vorliege. Prüfkriterien könnten etwa sein, wie die Werbung aufgemacht sei und wann und wo sie gezeigt werde. Vor allem dürfe es keine Kaufappelle geben - weder für die App noch in der Spiele-App selbst.

Der „Spiegel“ zitiert eine noch unveröffentlichte Studie der Uni Hamburg, der zufolge virtuelle Spielgeld-Casinos wie „Coin Master“ zum echten Glücksspiel verführen können. Besonders gefährdet sind demnach jüngere Spieler. Von mehr als 5000 befragten Zockern hätten 54 Prozent angegeben, dass sie auch um virtuelles Geld spielen.

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