In die Räume der Volksbank zieht bald eine Drogerie ein. Foto: G/ottfried Stoppel

Direkt neben dem vor drei Jahren gestarteten Lebensmittelladen in Beinstein zieht eine Drogerie des selben sozial orientierten Betreibers ein

Handel - Der seit knapp drei Jahren bestehende Cap-Markt im Waiblinger Stadtteil Beinstein bekommt einen Kompagnon aus dem eigenen Hause. Dort, wo an der Rathausstraße die Volksbank bereits aus ihrer bisherigen Filiale ausgezogen ist, öffnet Anfang August ein sogenannter iD-Drogeriemarkt („Ihre Drogerie“) samt Schreibwarenabteilung. Wie der Cap-Markt wird auch die Drogerie von der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (GDW) betrieben. Über das neue Angebot informierte Werner Block, der geschäftsführende Vorstand der GDW-Süd, bei einem Pressegespräch im künftigen Domizil des Beinsteiner Cap-Markt-Ablegers.

Geldautomat der Volksbank bleibt erhalten

Dort wird, verkündete der Ortsvorsteher Thilo Schramm gleich weitere gute Neuigkeiten für die Infrastruktur des östlichsten Waiblinger Stadtteils, nun definitiv auch zumindest der Bankautomat der Volksbank erhalten bleiben. Mit dem neuen Frequenzbringer hofft auch die Bank – zugleich Vermieterin der Räume – auf eine intensivere Nutzung des Beinsteiner Geldautomaten, sodass sich auch dieser mehr lohnen könnte.

Während es deutschlandweit mittlerweile 108 Cap-Märkte mit Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen gibt, ist der künftige Beinsteiner iD-Drogeriemarkt erst der zehnte seiner Art. Dort werden, sagte Werner Block, sechs Arbeitsplätze entstehen – drei davon für Menschen mit Behinderung. Der Drogerie- und Schreibwarenladen wird über eine Verkaufsfläche von 200 Quadratmetern verfügen.

Verkaufs-Infrastruktur fast wieder komplett

Der Beinsteiner Ortsvorsteher Schramm bezeichnete den Cap-Markt und dessen nun anstehende Ausdehnung als absoluten Glücksfall für die Infrastruktur des Stadtteils. Nach dem drohenden Ausverkauf des Einzelhandels in Beinstein vor wenigen Jahren sei die Palette mit Lebensmittelmarkt, Drogerie, Ärzten, Apotheke und Physiotherapeuten inzwischen wieder nahezu komplett. Schramm: „Alles fügt sich zum Guten.“

Von einer Art „Triple-Win-Situation“ in dem Waiblinger Stadtteil sprach auch Werner Bock: Es profitierten die Beinsteiner Bürger, der Ort selbst und „vor allem auch unsere behinderten Mitarbeiter“. Der Standort in Beinstein sei inzwischen eine sichere Größe auf der Cap-Landkarte. Zu Beginn vor drei Jahren habe es durchaus eine gewisse Durststrecke gegeben. „Inzwischen existiert aber eine große und feste Stammkundschaft“, bestätigte die Marktleiterin Giuseppina Tomasi. Und da habe gerade die Corona-Krise nochmals einen deutlichen Schub gegeben, was die Nutzung des zentralen Lebensmittlers durch viele Beinsteiner angeht. Inzwischen bietet der Cap-Laden sogar einen Lieferservice an, der ab einem Einkaufswert von 20 Euro kostenfrei ist; der soll natürlich auch auf den Drogeriemarkt ausgedehnt werden.

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