Beim Vorjahres-Triumph im EHF-Pokal war Göppingens Sportlicher Christian Schöne (4. v. li.) aushilfsweise als Spieler dabei – und warf im Finale gegen die Füchse drei Tore. Foto: Baumann

In der Bundesliga gab es für Frisch Auf gegen die Füchse zwei Klatschen. Andererseits gewannen die Göppinger Handballer im Vorjahr das EHF-Pokal-Finale gegen die Berliner. Nun treffen die beiden Teams im Halbfinale des Final Four in Magdeburg aufeinander – und Göppingens Sportliche Leiter ist darüber gar nicht unglücklich.

Göppingen - In seinem Lieblings-Wettbewerb EHF-Pokal hat Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen schon häufig außergewöhnliche Leistungen erbracht. Eine solche wird auch nötig sein, wenn es am 19. Mai in Magdeburg im Halbfinale des Final-Four-Turniers einen Sieg gegen das Topteam der Füchse Berlin geben soll. In der Liga hat der Bundesliga-Elfte Frisch Auf gegen die Mannschaft seines Ex-Trainers Velimir Petkovic zweimal klar verloren (32:38 und 19:33). Andererseits haben die Grün-Weißen im letztjährigen Endspiel den damals ebenfalls favorisierten Hauptstadtclub mit 30:22 bezwungen und zum viertenmal nach 2011, 2012 und 2106 den EHF-Pokal gewonnen – allerdings in der heimischen EWS-Arena. „Vielleicht ist es ganz gut, dem Gastgeber aus dem Weg zu gehen“, sagte Göppingens Sportlicher Leiter Christian Schöne zum Los. „Wir sind auch als Titelverteidiger kein Favorit, aber wir haben Erfahrung mit solchen Spielen. Sie werden im Kopf entschieden, und deshalb sind wir nicht chancenlos.“ Dass die Berliner, sein Team nach den deutlichen Ligaresultaten unterschätzen werden, glaubt der ehemalige Rechtsaußen auf keinen Fall: „Sie wissen, was wir können, und dass wir immer in der Lage sind, etwas Besonderes zu leisten.“

Gastgeber Magdeburg gegen Saint Raphael

Im zweiten Halbfinale stehen sich der Bundesliga-Dritte SC Magdeburg und das französische Team Saint Raphael Var gegenüber. Auch diese beiden Mannschaften waren beim Final Four 2017 in Göppingen am Ball. Magdeburg, das damals das Halbfinale gegen Frisch Auf mit 29:33 verloren hatte, war im Spiel um Platz drei gegen die Franzosen mit 32:31 nach Siebenmeter werfen erfolgreich. Die beiden Halbfinal-Begegnungen am 19. Mai finden um 14.15 Uhr und 17 Uhr statt. Die Reihenfolge der Spiele wird nach Absprache mit den übertragenden Fernsehsendern erst noch festgelegt. Klar ist, dass die beiden Sieger am 20. Mai in der Getec-Arena (bis 2011 Börderlandhalle) von Magdeburg um 15.15 Uhr das Finale bestreiten. Zuvor geht um 12.45 Uhr das Spiel um den dritten Platz über die Bühne.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: