Mannheim hat einen neuen Nachtbürgermeister, doch Robert Gaa wird wegen Corona noch von seinem Vorgänger unterstützt. Foto: imago/Jochen Tack

Robert Gaa wird neuer Nachtbürgermeister in Mannheim. Der 30-Jährige wird sich das Amt zunächst mit seinem Vorgänger Hendrik Meier teilen, da wegen der Corona-Krise viel zu tun sei.

Mannheim - Der Discjockey und Veranstalter Robert Gaa wird neuer Nachtbürgermeister in Mannheim. Der 30-Jährige werde sich das Amt zunächst mit seinem Vorgänger Hendrik Meier teilen, teilte die Kulturelle Stadtentwicklung Start Up, eine Tochter der Stadt, am Freitag mit. Ursprünglich wollte der bundesweit erste „Night Mayor“ den Stab bereits am Montag komplett übergeben. Doch wegen der miserablen Lage der Clubs nach den coronabedingten Schließungen unterstützt Meier seinen Nachfolger bis Ende des Jahres.

„Damit haben wir beste Voraussetzungen, um die Akteure durch diese schwierige Zeit zu begleiten“, erklärte Gaa. „Ein Schwerpunkt meiner mittelfristigen Arbeit wird die weitere proaktive Gestaltung einer Ermöglichungskultur sowie die Schaffung von Freiflächen für Kultur sein.“

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Der neue Nachtbürgermeister wurde unter 20 Bewerbern ausgewählt. Meier hat das Amt seit Sommer 2018 inne. Seine größte Aufgabe: das Miteinander von Nachtschwärmern, Anwohnern, Clubbetreibern, Kneipiers und Stadtverwaltung zu verbessern. Dafür musste er in Konfliktfällen schlichten und ein Nachtkultur-Netzwerk knüpfen.

Weniger Beschwerden durch runden Tisch

Konflikte entstehen in der Stadt mit ihren mehr als 300 000 Einwohnern vor allem durch Lärm aus den 130 Bars und Clubs, der den Anwohnern den Schlaf raubt. Auch zersplitterte Flaschen auf dem Gehweg oder achtlos weggeworfener Müll sorgen für Unmut.

Als einen seiner Erfolge nannte Meier den monatlichen runden Tisch mit Polizei und Ordnungsamt zu aktuellen Themen. Die Folge: Es gibt weniger Beschwerden von allen Seiten und mehr Verständnis für die Herausforderungen der Nachtkultur.

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