Erneut sind Menschen im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Die Zahl der positiv auf das Virus Getesteten im Landkreis hat sich nun auf mindestens acht Menschen erhöht. Etliche Veranstaltungen sind inzwischen abgesagt worden.

Rems-Murr-Kreis - Der Rems-Murr-Kreis hat mehrere neue Corona-Fälle: Wie das Landratsamt im Laufe des Dienstags mitgeteilt hat, sind drei weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden: Eine Person aus Weinstadt habe sich in Südtirol aufgehalten und bereits seit Tagen in häuslicher Quarantäne befunden, so das Landratsamt. Ein weiterer Fall kommt ebenfalls aus Weinstadt, auch diese Person war in Italien und ist zuhause isoliert. In Auenwald ist eine Person, die ebenfalls aus Italien zurückgekehrt war, positiv auf das Virus getestet und zu Hause isoliert.

Entwarnung gibt es hingegen im Falle der drei Schüler des Remstalgymnasiums in Weinstadt, deren Vater positiv getestet worden war. Die Ergebnisse der Kinder sind negativ ausgefallen.

Todesursache in Remshalden noch ungeklärt

Was den Gesundheitszustand der 70-jährigen Frau aus Remshalden angeht, die am Wochenende positiv auf das Virus getestet wurde, gibt sich die Behörde zurückhaltend. Der Ehemann der Erkrankten war einige Tage zuvor verstorben. Die Todesursache ist bislang nicht geklärt. Aufschluss soll eine Obduktion des Verstorbenen geben. Da der Mann erst vor kurzem von einer Reise in die zentralafrikanische Republik Kongo zurückgekehrt war, könnte auch eine Tropenkrankheit zu seinem Tod geführt haben. Offenbar gebe es für diese Infektionsgruppe ein spezialisiertes Labor in Berlin, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes mit – die Proben müssten dort untersucht werden, was aber noch nicht stattgefunden hat. Aus dem Regierungspräsidium heißt es dazu: „Aktuell liegen uns noch keine Informationen und Ergebnisse dazu vor.“

Die Familienbildungsstätte (FBS) Waiblingen, die am Donnerstag mit einem Festakt ihr 50-jähriges Bestehen im Waiblinger Bürgerzentrum feiern wollte, hat die Veranstaltung am Dienstag abgesagt. „Die FBS-Kurse, die ja in einem kleineren Rahmen ablaufen, finden aber nach wie vor statt“, sagt Nina Junghans. Das 24-Stunden-Schwimmen, eine Benefizaktion zugunsten krebskranker Kinder im Schorndorfer Oskar-Frech-Bad, fällt am Wochenende ebenfalls vorerst ins Wasser, was in Netzwerken auf ein geteiltes Echo stößt: die Bandbreite reicht von Zustimmung über Bedauern bis hin zu Unverständnis, da das Bad doch ganz regulär geöffnet sei. Der Betriebsleiter Jörg Bay argumentiert, man wolle bei solch einer Veranstaltung „ein brechend volles Bad mit möglichst vielen fleißigen Schwimmern, damit wir eine große Spende übergeben können“. Unter den derzeitigen Umständen sei das nicht möglich, weshalb eine Verlegung der Aktion sinnvoll sei. Das sieht auch der Förderkreis krebskranker Kinder so.

Feuerwehr sagt Hauptversammlung ab

Ausfallen werden auch die Jazz-Matinée im Rahmen der Weinstädter Jazztage am 15. März sowie das „Schorndorfer Frühlingserwachen“ am 22. März. Verschoben wird die am Wochenende 21. und 22. März geplante Messe „Qualität-regional erleben!“ in der Fellbacher Alten Kelter und das Konzert „Hohnerklang & friends“ am 21. März im Bürgerhaus Kernen. Hier steht als Ersatztermin der 27. September fest, die Karten bleiben gültig.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Fellbach hat ihre Hauptversammlung am Freitag abgesagt. „Wenn sich auch nur eine Person als Infizierter herausstellen sollte, würde die gesamte Feuerwehr unter Quarantäne gestellt“, erklärt Christian Köder, der normalerweise 208 Aktive aus drei Abteilungen bei der Versammlung begrüßt hätte. Und der Leitende Hauptbrandmeister ergänzt: „Einen solchen Totalausfall können wir uns als Feuerwehr nicht leisten“.

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