Verteidigen den Spitzenplatz der Kinocharts: Tom Cruise und Henry Cavill in „Mission: Impossible – Fallout“ Foto: Paramount Pictures

Die Kinogänger in den USA und in Deutschland haben sich an diesem Sommerwochende recht unterschiedlich entschieden. Tom Cruise ist hierzulande noch unschlagbar. Und auch ein Heimatkrimi hat überrascht.

Stuttgart - Gute Nachrichten für Tom Cruise: Er ist immer noch attraktiver als ein prähistorischer Riesenhai. Jedenfalls fürs deutsche Kinopublikum. Hierzulande konnte nämlich „Mission: Impossible – Fallout“ mit dem 56-jährigen Cruise als Tausendsassa Ethan Hunt an seinem zweiten Wochenende auf der Leinwand den Spitzenplatz der Charts gegen alle Newcomer verteidigen. Schlechte Nachricht für die Kinos: Das ist „Mission: Impossible“ mit nur 200 000 Besucher gelungen, arg wenig für die Pole Position.

Der Riesenhai aus Jon Turtletaubs „Meg“ landete mit seinem Versuch, unter anderem Jason Statham zu fressen, mit 155 000 Besuchern auf Platz 4. In den USA sieht das ganz anders aus, dort hat „Meg“ alle anderen Filme in den Schatten gestellt und mehr als doppelt so viel Geld eingenommen (44,5 Millionen Dollar) wie „Mission: Impossible – Fallout“ (20 Millionen).

Überraschungen des Wochenendes

Zwischen Cruise und Hai liegen in Deutschland auf Platz 2 der Animationsfilm „Hotel Transsilvanien 3: Ein Monster-Urlaub“ mit 170 000 Zuschauern und auf Platz 3 dann zwei Filme gleichauf. Die bei Kritikern nicht zum Lieblingsfilm des Jahres gewordene Abba-Musical-Fortsetzung „Mamma Mia! Here we go again“ lockte an ihrem vierten Wochenende 160 000 Besucher, genau so viel wie der Überraschungshit des besucherarmen Sommerwochenendes, der Heimatkrimi „Sauerkrautkoma“.

Keine der vorigen Verfilmungen der Erfolgsromane von Rita Falk um den Provinzpolizisten Franz Eberhofer – „Winterkartoffelknödel“, „Dampfnudelblues“, Schweinskopf al dente“, „Grießnockerlaffäre“ – ist so erfolgreich gestartet. Die Reihe dürfte also auch im Kino weitere Fortsetzungen erhalten. Vier noch unverfilmte Eberhofer-Krimis warten bereits.

In den USA hat sich der afroamerikanische Regisseur Spike Lee hoffnungsvoll gut platziert. Sein „BlacKkKlansman“, der am 23. August 2018 bei uns starten wird und nach Meinung vieler Kritiker eine der besten Arbeiten 61-jährigen Lee darstellt, hat 10,8 Millionen Dollar (9,5 Mio Euro) eingespielt: Platz 5 der US-Charts. Der Film erzählt mit einigen gekonnten Freiheiten die wahre Geschichte eines schwarzen Polizisten nach, der den Ku Klux Klan in Colorado unterwanderte.

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