Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale geschafft: TVB-Trainer Jürgen Schweikardt (re.), Torwart Johannes Bitter. Foto: Baumann

Die Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart und Frisch Auf Göppingen haben im DHB-Pokal das Achtelfinale (1./2. Oktober) erreicht. Drei andere württembergisch Clubs sind dagegen gescheitert.

Stuttgart – Der TVB Stuttgart und Frisch Auf Göppingen freuen sich über den Einzug ins Achtelfinale um den DHB-Pokal. Für die württembergischen Club HBW Balingen-Weilstetten, die SG BBM Bietigheim und die TSB Heilbronn-Horkheim ist der Wettbewerb dagegen zu Ende. Die Auslosung des Achtelfinales erfolgt am Rande des Supercupspiels SG Flensburg-Handewitt gegen THW Kiel am kommenden Mittwoch.

TVB Stuttgart Beim Stand von 27:28 (54.) war die Partie plötzlich offen, am Ende setzte sich der ältere Bruder im Trainer-Duell mit dem jüngeren durch: Jürgen Schweikardt (39) gewann mit dem ersatzgeschwächten Bundesligisten TVB Stuttgart in der zweiten DHB-Pokal-Runde gegen den von Michael Schweikardt (36) trainierten Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim in Aachen mit 31:27 (14:11). Michael Schweikardt verlor damit nicht nur gegen seinen Bruder, sondern auch gegen seinen zweiten Arbeitgeber: Er ist für den TVB weiterhin als Nachwuchs-Förderer und Scout tätig.

Jürgen Schweikardt konnte sich für den Sieg am Sonntag vor allem bei Patrick Zieker bedanken. Der vom TBV Lemgo Lippe gekommene Linksaußen warf elf Tore. Am Samstag hatte sich der TVB gegen Zweitligist HSC 2000 Coburg mit 29:24 (15:13) durchgesetzt. „Da waren wir sehr stabil, ich bin richtig zufrieden mit dem Wochenende. Jetzt geht es darum, noch mehr Sicherheit in unser Spiel zu bringen, Tag für Tag, Woche für Woche“, sagte Jürgen Schweikardt. Für den TVB beginnt die neue Bundesligasaison am 29. August (19 Uhr) beim HC Erlangen.

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Frisch Auf Göppingen Der Bundesligist hatte als Ausrichter des Erst- und Zweitrundenturniers leichtes Spiel. Am Samstag gab es ein 38:24 (23:13) gegen Drittligist TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg. Am Sonntag ging es vor nur 400 Zuschauern in der EWS-Arena etwas enger zu: Doch auch gegen Zweitligist Bayer Dormagen reichte es zu einem ungefährdeten 33:24 (16:13). Beste Werfer für die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer waren Rückraumspieler Nemanja Zelenovic (6) sowie die Außen Marcel Schiller (6/4) und Tim Sörensen (5). Torwart Urh Kastelic zeigte 18 Paraden. Der slowenische Neuzugang spielte am Sonntag 60 Minuten durch, am Samstag hatte Daniel Rebmann die volle Einsatzzeit bekommen. „Wir waren zu Beginn gegen einen gefährlichen Gegner im Angriff sehr unkonzentriert, am Ende spielten wir die Partie aber seriös zu Ende. Mit neun Toren Unterschied zu gewinnen ist natürlich in Ordnung“, sagte Coach Mayerhoffer.

Frisch Auf startet am am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim THW Kiel in die neue Bundesligasaison. Dann hofft Mayerhoffer wieder auf Jacob Bagersted zurückgreifen zu können. Der Abwehrchef fehlte am Pokal-Wochenende wegen einer Prellung im Brustbereich.

HBW Balingen-Weilstetten
Der Aufsteiger konnte auch als Gastgeber nichts ausrichten und unterlag in der ersten Runde dem Bundesligarivalen HSG Wetzlar mit 28:36 (14:19). Auch der beste Werfer Oddur Gretarsson (9/5 Tore) konnte die Niederlage nicht verhindern. Der prominenteste HBW-Neuzugang, Linkshänder Vladan Lipovina von den Rhein-Neckar Löwen, erzielte zwei Tore. Fest steht, dass der verletzte Nationalspieler Martin Strobel Kapitän des HBW bleibt. Neuer Stellvertreter ist Jona Schoch. Für den HBW geht die Bundesliga bereits an diesem Donnerstag (19 Uhr) mit dem Spiel beim SC Magdeburg los.

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SG BBM Bietigheim Am Samstag rettete Michael Kraus mit seinem vierten Treffer in der Schlusssekunde dem Zweitligisten ein glückliches 28:27 (13:14) gegen Drittligist HSG Nieder-Roden, am Sonntag war dann gegen Bundesligist MT Melsungen Endstation. Die SG unterlag 25:31 (14:14). „Vielleicht war das Wochenende nach unserer sehr guten Vorbereitung ein wichtiger Schuss vor den Bug“, sagte der Sportliche Leiter Jochen Zürn mit Blick auf den Zweitligastart. Das erste Spiel geht für die Bietigheimer am kommenden Sonntag (17 Uhr) in der EgeTrans-Arena gegen den ASV Hamm-Westfalen über die Bühne.

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