Im Falle eines Zusammenschlusses würde die größte deutsche Privatbank entstehen – und das Institut wäre systemrelevant. Foto: dpa

Eine Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank könnte laut „Bild“ die Schließung von 500 Filialen bedeuten. Die Gespräche beschäftigen Verbraucher, beängstigen Beschäftigte und freuen Anleger.

Berlin - Im Falle einer Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank würden die Kosten deutlich gesenkt, weil beide Institute rund jede dritte Filiale einsparen könnten, zitierte die Zeitung am Freitag Kreise beider Banken. Die Commerzbank hat derzeit über tausend Filialen, die Deutsche Bank rund 530. Gewerkschaften fürchten den Abbau von bis zu 30.000 Stellen bei einer Fusion.

Die beiden Geldinstitute hatten am Sonntag erklärt, „ergebnisoffene Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss aufzunehmen“. Die Sondierungsgespräche würden „eine Weile brauchen“, hieß es von Seiten der Deutschen Bank. Eine Gewähr, dass es zu einer Transaktion komme, gebe es nicht. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte im vergangenen Jahre geklagt, hiesige Banken hätten nicht mehr die „Größenordnung und die Globalität“, die notwendig sei, um Unternehmen bei ihren Geschäften weltweit zu begleiten.

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, warnte indes in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die Politik müsse sich „raushalten“. Wichtig sei bei der möglichen Fusion, ein sinnvolles Geschäftsmodell zu entwickeln und „strikt auf Synergien zu achten“. Eine neue Bank sollte besonders solide sein.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: