Ein sehr schnelles Gericht, sofern man die Tomatensauce zur Hand hat: Die Scampi-Spaghetti aus der Sansibar. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Gastronomie findet allmählich wieder zur Normalität zurück – und wir verraten Profirezepte. Heute aus der Sansibar by Breuninger, dem Ableger der Sylter Legende. Mit Meeresfrüchten natürlich, ein einfaches Gericht erhält durch die Scampi einen wundervollen Touch.

Stuttgart - Es gibt Menschen, für die ist diese Insel ein komplett magischer Ort. Ein Jahr ohne Sylt, hat mir mal eine gute Freundin erzählt, sei ein durch und durch vergeudetes Jahr. Von der Insel in der Nordsee geht eine einzigartige Faszination aus, in Zeiten von Corona stellen sich die Nordfriesen in diesem Jahr auf einen noch größeren Ansturm als sonst ein. Viele Deutsche bevorzugen den Urlaub im eigenen Land.

Zum Urlaubsgefühl auf Sylt gehört natürlich auch ein Besuch der Sansibar, des legendären Restaurants. Den immerhin kann man sich auch mitten in Stuttgart gönnen, denn dort befindet sich ja ein Ableger, die Sansibar by Breuninger. Auf das Meeresrauschen muss der Gast zwar verzichten, dafür gibt’s einen Strandkorb und Gerichte, die mit Meeresgefühle auslösen. Und in diesem Sommer sogar noch etwas mehr Grün als sonst: Im Dorotheen-Quartier wurde ein temporärer Garten aufgebaut, der Summer Garden. Die Pflanzen zwischen den neuen Häusern zeigen überdeutlich, was an dieser Stelle gefehlt hat: Das Grün und die Blüten der Kräuter und Blumen geben dem ganzen Ensemble eine viel größere Aufenthaltsqualität.

Andre Greven, der Betriebsleiter der Sansibar, ist entsprechend zufrieden: „Wenn wir die Terrasse bespielen können, dann ist alles gut.“ Drinnen sei mit Abstand alles ein bisschen schwieriger, aber draußen sei ja genug Platz. Und wenn die Blumenwiese abgebaut wird, kommt eine mediterrane. Nicht ganz so wie auf Sylt. Zutaten für vier Personen

400 g Spaghetti

16 rohe Scampi

5 EL Olivenöl

6 Knoblauchzehen

2 Schalotten, 1 Zwiebel

1 TL Sambal Oelek

100 ml Weißwein

½ Bund Petersilie

16 Kirschtomaten

80 g Parmesan

1 Bund Basilikum

300 g Tomatenpassata

Salz und Pfeffer

Die Zubereitung Die Zwiebel und die Knoblauchzehen klein schneiden, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, vier Knoblauchzehen und die Zwiebel anschwitzen, die pürierten Tomaten dazugeben und einkochen, mit Salz und Pfeffer würzen und die fein geschnittenen Basilikumblätter (ein paar aufheben!) hinzufügen. Die Spaghetti nach der Packungsanleitung in kochendem Wasser al dente garen. Die Kirschtomaten mit etwas Olivenöl bei 160 Grad im Ofen zehn Minuten lang rösten.

Die Scampi aus der Schale brechen, vom Darm befreien und der Länge nach halbieren. Olivenöl in einem Topf erhitzen, den restlichen Knoblauch und die klein geschnittenen Schalotten kurz anbraten, die Scampi dazugeben und goldgelb von allen Seiten braten. Mit Meersalz bestreuen. Das Sambal Oelek hineinrühren und alles mit Weißwein ablöschen, dann die gehackte Petersilie unterheben.

Die gut abgetropften Spaghetti dazugeben und alles gut vermengen. Auf Tellern anrichten, die heiße Tomaten-Basilikum-Soße kommt oben drauf. Mit dem gehobelten Parmesan bestreuen und dann mit ein paar Basilikumblättern und Kirschtomaten anrichten.

Der Kochtipp

Koch
Boris Stoll brät die Scampi in einer Pfanne an und gibt dann beim Braten gleich ein paar Spitzer Zitronensaft drüber. Das gibt dem Gericht eine schöne Frische.

Der Weintipp

Gastgeber
Andre Greven schenkt zu den Scampi einen Pfälzer Weißburgunder von Markus Schneider ein, den Weißburgunder „only Sansibar“ (14,13 Euro), der mit feinen Aromen von Birne und Apfel gut mit den Spaghetti harmoniert.

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