Tanken ist so günstig wie einst 2016. Foto: dpa/Sven Hoppe

Tiefpreise an den Tankstellen: Das letzte Mal haben Autofahrer im Februar 2016 so wenig für Benzin und Diesel zahlen müssen. Grund ist die Corona-Krise und die gesunkene Nachfrage.

Berlin - Die Preise für Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen sind wegen der Corona-Krise auf Tiefstände gesunken. Aktuell kostet ein Liter Super E10 an der Tankstelle rund 1,25 Euro, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Dienstag mitteilte. Das ist demnach der niedrigste Stand seit Februar 2016. Der Dieselpreis liege mit derzeit 1,08 Euro „markant“ unter Vorjahr - Ende August zahlten Verbraucher für einen Liter im Schnitt 1,23 Euro.

Grund für die gesunkenen Preise sind die weltweit niedrigere Rohölnachfrage und gesunkene Ölnotierungen, wie der MWV mitteilte. In Deutschland lag der Benzinverbrauch im ersten Halbjahr um 13,3 Prozent unter dem Vorjahr, der Dieselabsatz um 9,5 Prozent. Der Verbrauch von Flugkraftstoff ging um 44,6 Prozent im Vorjahresvergleich zurück.

Im April war der Preis-Effekt am größten

Leichtes Heizöl dagegen war wegen des gesunkenen Preises gefragt: Die Nachfrage stieg im ersten Halbjahr um 25,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Rohbenzin als Vorprodukt für die chemische Industrie wurde zu 2,1 Prozent mehr verbraucht. 

Im April hatten die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie ihren größten Effekt: Benzin verbuchte einen Rückgang von minus 34,5 Prozent, Diesel von minus 21,6 Prozent. Der Absatz von Flugkraftstoff fiel sogar um 74,8 Prozent.

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