Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht hat das Konjunkturpaket kritisiert. Foto: dpa/Bernd Weissbrod

Der Autobauer Daimler sieht in dem Konjunkturpaket einen „guten, überparteilichen Kompromiss“. Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht zeigte sich hingegen alles andere als zufrieden.

Stuttgart - Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht hat sich nicht glücklich mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung gezeigt. „Ich bin enttäuscht darüber, dass die Kaufprämie für Neufahrzeuge mit der neuesten Technologie für Verbrenner nicht kommt“, sagte er der „Automobilwoche“. Wie stark der Corona-Schock den Konzern treffe, werde die Bilanz des zweiten Quartals schonungslos offenlegen. „Wir werden Arbeitsplätze dauerhaft verlieren. Nun geht es darum, diese Zahl so gering wie möglich zu halten“, sagte Brecht.

So äußert sich Daimler zum Konjunkturpaket

Der Autobauer Daimler sieht in dem Konjunkturpaket einen „guten, überparteilichen Kompromiss“. Es sei wichtig, dass es nun schnell ein wirksames Programm zur Stützung der Konjunktur gebe, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Das begrüße man sehr. „Die Absenkung der Mehrwertsteuer ist aus unserer Sicht ein wichtiges Signal zur Stärkung der Binnennachfrage“, hieß es zudem. „Die im Zukunftspaket enthaltenen Maßnahmen für klimafreundliche Mobilität von Nutzfahrzeugen und Pkw sind sinnvoll und unterstützen unsere zentralen Aufgaben der Transformation der Automobilindustrie: Digitalisierung und CO2-Neutralität.“

Konjunkturpaket zur Stützung der Wirtschaft in der Corona-Krise

Die große Koalition in Berlin hatte sich zuvor auf ein Konjunkturpaket zur Stützung der Wirtschaft in der Corona-Krise geeinigt. Es hat einen Gesamtumfang von 130 Milliarden Euro. Neben einer generellen Mehrwertsteuersenkung wurden darin auch eine Erhöhung der Kaufprämien für reine Elektro- sowie für Hybridautos und die Förderung von Investitionen und Forschung und Entwicklung im Bereich von Zukunftstechnologien vereinbart. Eine Kaufprämie für Autos auch mit modernen Verbrennungsmotoren, für die sich neben anderen auch Daimler-Chef Ola Källenius ausgesprochen hatte, gibt es dagegen nicht.

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