Abstand halten – das gilt auch im Urlaub. (Symbolbild) Foto: dpa/Christian Charisius

Reisende aus Risikogebieten im Ausland sollen nach ihrer Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Der Vorstand der Gesetzlichen Krankenkassen sieht den Staat in der Finanzierungspflicht.

Berlin - Im Fall von massenhaften Corona-Tests bei Reiserückkehrern ist aus Sicht der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland der Staat gefordert. Wenn die Urlaubsrückkehrer ohne Symptome getestet werden sollten, sei eine staatliche Finanzierung gefragt, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband, am Donnerstag der dpa in Berlin.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich Mittwochabend grundsätzlich drauf verständigt, dass Reisende aus Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden sollen. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Am Freitag wollen die Minister weitere Details besprechen und ein Gesamtpaket beschließen.

Politik entschied für Öffnung der Grenzen

Stoff-Ahnis sagte: „In den letzten Wochen der Corona-Pandemie hat die gesetzliche Krankenversicherung engagiert und verantwortungsvoll gehandelt – egal, ob es um die Finanzierung von Schutzausrüstungen oder den Ausfall von leeren Krankenhausbetten ging.“

Die Politik auf Bundes- wie auf Landesebene sei sich einig gewesen, die Grenzen offen zu halten und der Bevölkerung so weit wie möglich Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, sagte Stoff-Ahnis. „Sollte die Politik jetzt als Folge dieser Reisefreiheit eine flächendeckende Testung aller heimkommenden Menschen für notwendig erachten, darf sie die Finanzierung nicht den GKV-Beitragszahlenden auferlegen.“

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