Ein Fahrzeug steht auf dem ansonsten menschenleeren Platz vor dem Haghia-Sophia-Museum, einem der Wahrzeichen der Stadt Istanbul. Foto: dpa/Mehmet Guzel

In der Türkei herrscht eine weitgehende Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Das macht Kommunen regelrecht zu Geisterstädten – etwa die Metropole Istanbul.

Istanbul - Zur Eindämmung des Coronavirus verlängert die Türkei die Reisebeschränkungen für 31 Städten und Provinzen um zwei Wochen. Die Grenzen der betroffenen Regionen bleiben für Reisen auf dem Land-, Luft- und Seeweg geschlossen - ausgenommen ist der Transport unverzichtbarer Güter, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag unter Berufung auf das Innenministerium berichtete.

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Seit gut zwei Wochen sind die Städte, darunter die Hauptstadt Ankara und die Metropole Istanbul, nach außen weitgehend abgeschottet. Die Bewohner brauchen für Reisen in andere Städte eine Genehmigung. Aber nicht nur nach außen sind die Städte abgeschottet: Das öffentliche Leben ist nahezu zum Stillstand gekommen.

Wie Istanbul durch die Ausgangsbeschränkungen zur Geisterstadt geworden ist, sehen Sie im Video:

In den türkischen 31 Städten beziehungsweise Provinzen galt an diesem Wochenende zudem erneut eine weitgehende zweitägige Ausgangssperre. Dies hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag angekündigt, nachdem schon für das vorherige Wochenende kurzfristig eine solche Maßnahme angeordnet worden war. Man wolle damit verhindern, dass es bei frühlingshaftem Wetter zu Menschenansammlungen komme und damit die Ansteckungsgefahr erhöht werde, sagte Erdogan.

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In der Türkei gibt es bislang mehr als 82 000 bestätigte Coronavirus-Fälle, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag auf Twitter mitteilte. Innerhalb eines Tages wurden 121 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben in dem Land bislang 1890 Infizierte.

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