Die verpflichtenden Tests in Stuttgarter Kitas fördern eine wachsende Zahl von Corona-Infektionen zu Tage. Foto: Oskar Eyb/7aktuell.de

Die Corona-Inzidenzen sind in der Region weiter sehr hoch – der Wert in Stuttgart ist der niedrigste. Hier seien die Zuwächse in Kitas und Schulen auffallend, überdies der hohe Anteil der Beschäftigten.

Stuttgart - Auch am Mittwoch sind die Sieben-Tage-Inzidenzen in Stuttgart und in der Region sehr hoch geblieben. In den Landkreisen Göppingen und Böblingen sind die Werte sogar nochmals stark angestiegen, in den Kreisen Rems-Murr und Ludwigsburg weniger stark, in Stuttgart ist die Inzidenz geringfügig, im Landkreis Esslingen aber deutlich zurückgegangen.

Landkreis Esslingen wieder unter der 500er-Marke

Für die Landeshauptstadt meldete das Gesundheitsamt am Abend einen Wert von 334 Fällen pro 100 000 Einwohner (Vortag: 336,2), bei 420 Neuinfektionen. Innerhalb von einer Woche waren es insgesamt 2105. Die Inzidenzen in den umliegenden Landkreisen liegen aber allesamt höher als in Stuttgart, zum Teil weiter erheblich. Den höchsten Wert erreichte am Mittwoch der Landkreis Göppingen (Inzidenz 480,3, Vortag 431,3, plus 353 Neuinfektionen), vor den Landkreisen Esslingen (Inzidenz 477,5, Vortag 519,5, plus 307 Neuinfektionen), Böblingen (Inzidenz 475,7, Vortag 441,1, plus 397 Neuinfektionen), Rems-Murr (Inzidenz 464,8, Vortag 457,5, plus 479 Neuinfektionen) und Ludwigsburg (Inzidenz 368,3, Vortag 370,5, plus 365 Neuinfektionen).

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In Stuttgart hieß es auf Anfrage, den stärksten Fallzahlenanstieg beobachte man in Kitas und Schulen, erklärte Stadtsprecher Sven Matis. So habe man in Kindertageseinrichtungen bei 38 Beschäftigten und bei 54 Kindern Coronainfektionen registriert. Gegenwärtig seien zehn Kitagruppen mit insgesamt 213 Kindern und 38 Mitarbeitenden in Quarantäne. In Stuttgarter Schulen seien derzeit 25 Klassen mit insgesamt 626 Schülerinnen und Schülern in Quarantäne.

Viele Infektionen in Zuffenhausen und Weilimdorf

Auch in den Altenpflegeheimen nehme die Fallzahlen wieder etwas zu, wenn auch im Vergleich „auf deutlich niedrigerem Niveau“, so Matis. Wie in den Kitas ist auch in den Altenpflegeheimen der hohe Anteil der infizierten Beschäftigten auffallend. Neben 30 Heimbewohnern seien es 22 Pflegekräfte. Auch in Flüchtlingsunterkünften und in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung werden wieder häufiger Corona-Infektionen festgestellt, es handle sich aber „meist nur um Einzelfälle“ von Bewohnern.

Von den steigenden Neuinfektionen in Stuttgart seien die Stadtbezirke Zuffenhausen und Weilimdorf „überproportional betroffen“, erklärte Sven Matis. Die Zahl der in Stuttgarter Krankenhäusern durch Coronapatienten belegten Intensivbetten ist um weitere neun gestiegen, vier von diesen müssen beatmet werden.

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