Der Stuttgarter Weihnachtsmark 2019. So kuschelig wird es in Coronazeiten sicher nicht werden, das Land schließt prinzipiell aber nicht aus, dass im Winter Weihnachtsmärkte stattfinden können. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hält Weihnachtsmärkte im Land für grundsätzlich durchführbar. Man arbeite zusammen mit dem Sozialministerium an Plänen für Märkte und mobile Freizeitparks. Eine Garantie ist das aber nicht.

Stuttgart - Trotz der geltenden strengen Auflagen und erster Absagen in mehreren Kommunen hat das Land die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr noch nicht vollkommen abgeschrieben. Gemeinsam mit dem Sozialministerium erarbeite ihr Haus derzeit Regelungen für die Öffnung von Märkten und mobilen Freizeitparks, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Dienstag der dpa in Stuttgart. „In diesem Rahmen kann grundsätzlich auch die Durchführung von Weihnachtsmärkten denkbar sein“, sagte die CDU-Politikerin weiter. Details zu den Auflagen nannte sie nicht.

Zuvor hatte unter anderem Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) seinen Weihnachtsmarkt wegen der Corona-Regeln abgesagt. Es werde ein Konzept für 24 Aktionen an 24 Orten in der Stadt erarbeitet, teilte Oberbürgermeister René Pöltl mit.

Vor allem Schausteller sorgen sich um die bislang noch ausbleibende Perspektive für die Herbstfeste und Weihnachtsmärkte. Zu den meisten Veranstaltungen lägen Hygienekonzepte vor, aber die Landesregierung komme der Branche nicht entgegen. „Wenn wir die Aussicht auf die Märkte hätten und zudem die Zusage für die 20 Herbstfeste in Baden-Württemberg, dann wäre das schon mal ein Anfang“, sagte der Vorsitzende des baden-württembergischen Schaustellerverbandes, Mark Roschmann.

Bislang gilt ein Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober. Am Donnerstag (13.00) werden rund 1000 Schausteller bei einer Kundgebung in Stuttgart erwartet.

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