Am Samstag fanden auf dem Cannstatter Wasen wieder Corona-Demos statt. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Etwa 150 Demonstranten schlossen sich am Samstag einem Protestmarsch der Initiative „Querdenken 711“ an, der vom Kurpark zum Wasen führte. Die Corona-Demos verzeichneten deutlich weniger Teilnehmer als angekündigt.

Stuttgart - Deutlich weniger Protestierende als angekündigt sind am Samstagnachmittag auf und rund um den Cannstatter Wasen den zahlreichen Demonstrationsaufrufen gegen die Einschränkungen der Grundrechte in der Corona-Krise gefolgt. Etwa 150 Demonstranten schlossen sich einem Protestmarsch der Initiative „Querdenken 711“ an, der vom Kurpark zum Wasen führte. Auf dem weitläufigen Gelände vermischte sich der Demonstrationszug mit den Teilnehmern einer privat organisierten Kundgebung, die zu diesem Zeitpunkt etwa 50 Teilnehmer zählte. Vor der Porsche-Arena versammelte sich gleichzeitig eine kleine Zahl Protestierender, die eine Gruppierung namens „Querdenken 713“ mobilisiert hatte.

Die Demonstration auf dem Wasen, an der sich insgesamt etwa 200 Menschen beteiligten, verlief nach Polizeiinformationen friedlich. Anders als bei vergangenen Veranstaltungen gegen die Corona-Maßnahmen traten Teilnehmer aus dem rechtsextremen politischen Spektrum nicht sichtbar in Erscheinung. Redner waren neben anderen der Korntaler Musiklehrer Peter Meincke, der sich für mehr Kinderschutz in der Corona-Krise stark macht.

Der Stuttgarter Immobilienunternehmer Jörg Kinkel, laut der Veranstalterin ein naher Verwandter des kürzlich verstorbenen ehemaligen Außenministers Klaus Kinkel, kritisierte, dass die Corona-Maßnahmen zu mehr Leid führten als das Virus selbst. Daneben kamen Impfkritiker und Redner zu Wort, die die Gates-Stiftung attackierten.

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