Die Evangelische Kirche in Baden-Württemberg hat mehrere Familienferiendörfer (Symbolbild) Foto: Manfred Grohe/Manfred Grohe

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will in der Corona-Krise helfen und schlägt ihre leer stehenden Feriendörfer als Unterbringungsort für Risikogruppen vor.

Stuttgart - Corona-Risikogruppen können künftig auch in den Feriendörfern des Familienerholungswerks der Diözese Rottenburg-Stuttgart untergebracht werden.

„Die Landkreise suchen nach Möglichkeiten, die Bettenkapazitäten der Krankenhäuser zu erweitern oder Flüchtlingszentren wegen der Ansteckungsgefahr des Corona-Virus zu verlagern“, sagte der Vorstand des Werks, Andreas Hase, am Mittwoch. Daher habe er Ämtern, Behörden und Krankenhäusern den Vorschlag unterbreitet, die insgesamt 750 Betten in Schramberg, Langenargen und Eglofs im Allgäu zu nutzen.

„Wenn wir nicht nur die Familienferiendörfer unserer Diözese, sondern in ganz Baden-Württemberg betrachten, stehen derzeit rund 1000 weitere Betten leer“, sagte Hase. In den Häusern der Feriendörfer gebe es einzelne Küchen und Gemeinschaftsküchen, die Verpflegung könne bis vor die Tür der jeweiligen Ferienwohnung geliefert werden. „Unser Ziel ist es, mit den Feriendörfern in dieser akuten Notlage einen Beitrag zu leisten“, sagte Hase. Er wolle sich auch an Alten-, Flüchtlings- und Kinderheime wenden sowie an Frauenhäuser und weitere Einrichtungen. Auch Wohnungslose könnten in den drei Dörfern untergebracht werden.

Die Dörfer dienen normalerweise als Urlaubs- und Erholungsangebot für Familien und Gruppen. Sie mussten im Rahmen der Infektionsschutzverordnung in den vergangenen Wochen schließen.

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