Ab Montag gibt es bei den Hausärzten keine Priorisierung mehr. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Mehr als jeder Dritte in Baden-Württemberg ist mittlerweile mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Und eigentlich sollte die Hoffnung groß sein, dass diese Zahl durch die impfenden Hausärzte deutlich steigt. Aber die Mediziner haben ein Problem.

Stuttgart - In Baden-Württemberg dürfen sich von Montag an fast alle Menschen impfen lassen. Zumindest theoretisch, denn nach wie vor ist der Impfstoff knapp - auch bei den Hausärzten, die künftig freie Wahl haben und sich nicht mehr an die staatlich vorgegebene Priorisierung halten müssen. Sie können selbst entscheiden, wer die Impfung zuerst braucht. Das gilt für sämtliche Impfstoffe und nicht wie bisher nur für das Vakzin von Astrazeneca. Allerdings bietet sich der Impfstoff Moderna nach Angaben der Landesapothekerkammer wegen des Transports nicht für Praxen an.

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In den Impfzentren bleibt die Priorisierung dagegen erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. Allerdings können sich dort von Montag an auch Menschen impfen lassen, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind - zum Beispiel Verkäuferinnen im Supermarkt, Busfahrer, Fahrlehrer und Mitarbeiter in Tafelläden; ebenso Menschen, die regelmäßig in der Kinder- und Jugendhilfe oder in Schulen arbeiten, sowie Saisonarbeiter, Pflegeeltern und Journalisten.

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Mehr als jeder Dritte in Baden-Württemberg hat schon mindestens eine erste Impfung erhalten, rund 11 Prozent sind komplett geschützt. Nach wie vor übersteigt die Nachfrage nach Impfterminen allerdings das Angebot an Impfstoffen deutlich. Ab Juni sollen die Impfstoffmengen an die niedergelassenen Ärzte steigen, dann sollen auch Betriebsärzte nach und nach in das Impfen einbezogen werden. Beim Bund setzt sich das Land weiter für mehr Impfstoff für die Impfzentren ein.

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