Kontrolle an der deutsch-französischen Grenze: Der Reiseverkehr in Europa ist derzeit stark beschränkt. Ob sich das bis zu den Sommerferien grundsätzlich ändern wird, hängt von der weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie ab. Foto: dpa/Uli Deck

Im Juni beginnen vielerorts die Sommerferien – und etliche Bürger fragen sich, ob und wohin sie angesichts des Coronavirus reisen können. Außenminister Heiko Maas (SPD) glaubt nicht an eine schnelle Grenzöffnung.

Berlin - In der Coronakrise hat die Bundesregierung abermals Hoffnungen auf eine rasche Öffnung der Grenzen und einen uneingeschränkten Reiseverkehr in den Sommerferien gedämpft. Das Thema werde zwar immer drängender, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ könne aber noch nicht gesagt werden, ab wann die geltenden Reisebeschränkungen wieder gelockert werden.

Alle Länder arbeiteten hart daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. „Das wird auch die Bewegungsfreiheit weiterhin einschränken. Darüber braucht man sich keine Illusionen zu machen.“ Maas sagte, er wünsche sich, dass es in Europa so schnell wie möglich wieder offene Grenzen gibt. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten würden sich Ende April damit befassen. In Deutschland seien alle Großveranstaltungen bis Ende August abgesagt. Deshalb gelte auch: „Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten.“

Weltweite Reisewarnung

Angesichts der Corona-Pandemie gilt in Deutschland derzeit eine weltweite Reisewarnung. Der Grenzübertritt ist derzeit nur nach Belgien und in die Niederlande problemlos möglich. Der internationale Flugverkehr ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Da Ende Juni in den ersten Bundesländern die Sommerferien beginnen, stellen sich viele Bürger die Frage, ob und wohin sie überhaupt reisen können. In Österreich wird wegen der vielen deutschen Touristen über eine bilaterale Vereinbarung mit Deutschland nachgedacht.

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