Von den Bewohnern wurden seit vergangener Woche 41 positiv auf das Coronavirus getestet. (Symbolfoto) Foto: dpa/Robert Michael

Zwei weitere Bewohner sind nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Laichingen gestorben. Seit vergangener Woche wurden 41 Bewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

Laichingen - Nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere Bewohner gestorben. Insgesamt sind seit vergangener Woche 41 Bewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sechs Bewohner starben bislang in Folge der Infektion, wie eine Sprecherin der Einrichtung am Mittwoch mitteilte. Betroffen seien drei von vier Wohnbereichen. Seit vergangener Woche sei das gesamte Heim für Besucher geschlossen. Eine Ausnahme gelte jedoch für Angehörige von Erkrankten in kritischem Zustand, erklärte die Sprecherin.

„Alle Bewohner werden in ihren Zimmern versorgt.“ Um die Pflege trotz erkrankter Mitarbeiter zu gewährleisten, seien Kräfte aus anderen Heimen und aus Zeitarbeitsfirmen in die Laichinger Einrichtung geholt worden. Derzeit gehe man davon aus, dass das Virus über mehrere Wege in das Heim kam: Mehrere Menschen, die in den letzten Wochen zu Besuch waren, hätten im Nachhinein zugegeben, dass sie sich nicht an alle Hygiene-Vorschriften gehalten hätten.

Ebenfalls Besuchsverbot für Seniorenzentrum in Blaustein

Auch in einem Seniorenzentrum in Blaustein im Alb-Donau-Kreis sind 14 Bewohner und elf Mitarbeiter nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, einige Testergebnisse stehen derzeit noch aus. Für die Einrichtung in Blaustein gilt derzeit ebenfalls ein Besuchsverbot.

In den vergangenen Wochen hatte es in Baden-Württemberg immer wieder Corona-Ausbrüche in Senioren- und Pflegeheimen gegeben. Trotz der steigenden Infektionszahlen seien derzeit keine weitergehenden landesweiten Kontaktbeschränkungen geplant, teilte das Sozialministerium mit. Wegen der Unterschiede in den verschiedenen Stadt- und Landkreisen liege es derzeit an den zuständigen regionalen Behörden, auf das jeweilige Pandemiegeschehen zu reagieren.

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