Fenja Baumgärtner mit Schärfe-Weltrekordler Carolina Reaper Foto: Wilhelma/Knitter

Nicht zum Probieren, sondern zum Staunen: 100 Chili-Gewächse reichen von besonders schön bis besonders scharf

Stuttgart - Die Chili-Ausstellung in der Wilhelma ist leider nichts zum Probieren, denn etliche dieser Gewächse sind derart scharf, dass die Pflanzengärtnerin Fenja Baumgärtner beim Ernten der Samen selbst Handschuhe und Schutzbrille trägt. Doch zum Staunen gibt es viel bis einschließlich Sonntag, dem 13. Oktober. Etwa 100 dieser charaktervollen Gewächse zeigt der zoologisch-botanische Garten von den unscheinbaren Wildformen bis zu den extravaganten Züchtungen.

Die Schärfe-Skala von Null bis zehn

Die Schärfe der jeweiligen Chili-Pflanze wird freilich dennoch ein Thema sein, deshalb haben sie alle künftig eigene Schilder mit Zuchtname, botanischer Zuordnung und Schärfegrad. Und da gibt es die Skala von Null bis zehn. Zum Vergleich: Tabasco-Soße liegt bei fünf, Jalapenos zwischen vier und sieben, Cayenne-Pfeffer bei acht. Die Chili-Sorte Habanero erreicht zehn. Den Weltrekord hält mit zehn plus derzeit die Sorte Carolina Reaper. Sie ist mehr als vier Mal so scharf wie Habanero. Aber, wie bereits erwähnt, probiert werden dürfen sie in der Wilhelma nicht. Deshalb gibt es in dieser Schau neben den Allerschärfsten auch die Allerschönsten. Da gibt es etwa die tropfenförmige Cupetinha oder die Sorte Elefant, die an einen Rüssel erinnert. Einen ganzen Strauß an Farben bietet Bolivian Rainbow. Am Samstag, dem 14. September, gibt es dazu kostenlose Führungen jeweils um 9.30 sowie um 11.30 Uhr. Eine Anmeldung dazu ist erforderlich bis zum 13. September um 12 Uhr unter 07 11 / 54 02 0.

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