Nach Meinung des Chaos Computer Clubs habe der Angreifer ein“viel zu großes Geltungsbedrüfnis“ gehabt. Foto: dpa

Der Angreifer, der Daten von rund 1000 Politikern, Promis und Journalisten erbeuten konnte, sollte nach Meinung des Chaos Computer Clubs bald gefasst sein. Der Täter habe zahlreiche Spuren hinterlassen.

Berlin - Im Fall des massiven Online-Angriffs auf knapp 1000 Politiker und Prominente hat der unbekannte Täter nach Ansicht des Chaos Computer Clubs (CCC) zuviel von sich bekannt gegeben. „Das Vorgehen war einfach sehr unvorsichtig, es wurde mit den Betroffenen gechattet, es wurden Details des Vorgehens preisgegeben. Es wurden sehr viele Metadaten, Zugriffszeiten und Motivationen, Rechtschreibfehler, eigene Gedanken in diesen Daten hinterlassen“, sagte CCC-Sprecher Linus Neumann am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind alles kleine Puzzlestücke darauf, wie der Angreifer drauf ist, was seine Motivation ist und wann er was getan hat.“

Nach Ansicht von Neumann hat der Angreifer ein „viel zu großes Geltungsbedürfnis“. Er habe sich regelmäßig damit gerühmt, bestimmte Personen in Fallen gelockt und ihre Accounts übernommen zu haben. „Stellen Sie sich einen Bankräuber vor, der nach seiner Tat damit angibt, wie einfach es war, eine Bank zu überfallen oder wie viel Geld er jetzt hat - das geht nicht lange gut.“

Und: „Bei solch einer Fülle an Daten wäre ich überrascht, wenn sich nicht am Ende ein Bild ergeben würde, das fähige Strafverfolgungsbehörden relativ schnell dazu bringt, diese Person zu fassen“, erklärte der CCC-Sprecher. Zumal es schon erste Hausdurchsuchungen bei Menschen gegeben habe, die aus dem Umfeld des Täters stammten.

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