Auf dem Unicampus in Vaihingen bekommen Studenten bald keine Kippen mehr aus dem Automaten. Foto: dpa

Ein gesunder, nachhaltiger Lebensstil ist bei jungen Erwachsenen immer beliebter geworden. Das Studierendenwerk Stuttgart zwingt sie nun auch ein Stück weit zu ihrem Glück.

Vaihingen - Ende des Jahres soll Zigarettenwerbung verboten und die Tabaksteuer erhöht werden. Damit setzt die Bundesregierung ein klares Zeichen gegen den Zigarettenkonsum, wie auch das Studierendenwerk Stuttgart, das insgesamt 14 Bildungseinrichtungen in der Region vertritt.

Nach 25 Jahren werden an diesen Standorten alle 23 Zigarettenautomaten abmontiert, allein in Vaihingen sind zwölf Automaten davon betroffen. Dafür gibt es einige Gründe, wie die Pressesprecherin des Studierendenwerks, Anita Bauer, berichtet: „Mit dem Abbau der Automaten wollen wir Studierende zu einem gesunden Lebensstil anregen“, sagt sie. „Wir wollen zwar sensibilisieren, den Studierenden das Rauchen aber nicht verbieten.“ Außerdem laufe der Vertrag mit dem Lieferanten Ende August dieses Jahres aus, weshalb man aktiv darauf verzichten wolle, diesen zu verlängern, heißt es vom Studierendenwerk.

Fakt ist nämlich, dass Nikotin ein Nervengift ist, das in die Abhängigkeit führen kann. Aber nicht nur das, achtlos weggeworfene Zigarettenstummel würden dieses Nervengift auch an Gewässer und somit an Flora und Fauna abgeben, sagt Bauer.

Die Anzahl der regelmäßigen Raucher ist rückläufig

Allgemein lässt sich ein Abwärtstrend des Glimmstängels in der deutschen Bevölkerung abzeichnen. Die Anzahl der regelmäßigen Konsumenten ist jedes Jahr weiter rückläufig, wie die World Health Organisation (WHO) informiert. Vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren meiden demnach den blauen Dunst. Das scheint auch in Stuttgart zuzutreffen. Selbst die Vertreter der Studenten in der verfassten Studierendenschaft sprechen sich für die Demontage der Zigarettenautomaten aus: „Wir denken, dass der Abbau der Automaten unter Betrachtung aller Umstände das Wohlbefinden der Studierenden steigert.“

Doch wie sehen das Bewohner der Wohnanlagen auf dem Campus in Vaihingen, die im Notfall von solchen Automaten profitieren? „Davon halte ich nichts. Ob jemand rauchen will, ist eine persönliche Entscheidung. Der Abbau von Automaten kostet Geld und wird keinen Raucher umstimmen“, sagt der Student Dennis Bayer, der auf dem Vaihinger Campus in einer der Wohnanlagen lebt.

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