Nur noch bis Freitag, 22. September, sind Beratungsgespräche bei der BW-Bank in Sonnenberg möglich. Danach gibt es nur noch ein SB-Servicecenter. Foto: Julia Bosch

Drei BW-Bank-Filialen auf der Filderebene werden in den kommenden Wochen zu SB-Servicecentern oder Beratungscentern umgewandelt. Dabei trifft es die Bankkunden in Sonnenberg am härtesten.

Filder - Die Reihe der Schließungen im Filialnetz der BW-Bank wird in den kommenden Wochen auch auf der Filderebene fortgesetzt. Bereits im August vergangenen Jahres wurden die Filialen in Büsnau und Dürrlewang zu Beratungscentern umgewandelt. Im Februar waren dann Kaltental und die Filiale an der Katzenbachstraße in Vaihingen dran: Die erste wurde zu einem SB-Servicecenter, die zweite zu einem Beratungscenter. Nun trifft es Sonnenberg, Plieningen und Hoffeld. Dabei wird für die Kunden die Veränderung in der Filiale an der Laustraße 10 in Sonnenberg am deutlichsten zu spüren sein. Der Standort des Geldinstituts wird – genau wie es an der Böblinger Straße in Kaltental geschehen ist – zu einem SB-Servicecenter umgewandelt.

Sonnenberg trifft es am härtesten

Das bedeutet, dass die Kunden zwar weiterhin rund um die Uhr am Geldautomat Bargeld erhalten, einzahlen können sowie ein Kontenmanager und ein Überweisungskasten zur Verfügung steht – eine persönliche Beratung gibt es von Samstag, 23. September, an jedoch nicht mehr. Dafür müssen die Kunden dann nach Möhringen oder Degerloch – oder sie nutzen die Telefon- und Videoberatung. Wenn gewünscht, kommt ein Berater auch zu den Kunden nach Hause. „Nach dem letzten Öffnungstag am 22. September wird es eine kurze Umbauphase geben und ab Montag, 25. September, steht dann das SB-Service-Center zur Verfügung“, sagt ein Pressesprecher der BW-Bank.

Auch die Bankkunden in Plieningen werden eine Veränderung erleben. Bereits am Freitag, 15. September, öffnet die Filiale im Ortskern an der Filderhauptstraße 19 zum letzten Mal. Dann finden einige Tage lang Umbauarbeiten statt, bis am Montag, 25. September, das Beratungscenter öffnet. Konkret bedeutet das: Der Schalter und die Kasse fallen weg, stattdessen ist nur noch ein Bankmitarbeiter vor Ort, mit dem die Kunden bei Bedarf Termine zu persönlichen Gesprächen vereinbaren können. Ähnlich verläuft es in der Filiale der BW-Bank in Hoffeld. Die Filiale an der Hoffeldstraße 207 öffnet zum letzten Mal am Freitag, 13. Oktober. Am Montag, 23.  Oktober, öffnet dann das Beratungscenter.

An den Schalter kommen nur noch wenige Kunden

Bis zum Jahr 2020 will die BW-Bank das traditionelle Schaltergeschäft weiter reduzieren. Bereits 2016 wurden 24 der 66 Filialen im Stuttgarter Stadtgebiet umgewandelt. Die BW-Bank spricht dabei von bedarfsgerechten Filialformaten, von gezielter Anpassung und differenzierten Angeboten. Tatsächlich soll das Privatkundengeschäft weniger personalintensiv werden, die Kunden sollen ihre Geldgeschäfte mehr über den Computer erledigen.

Der Sprecher der BW-Bank sagt: „Am Schalter bedienen wir heutzutage nur noch relativ wenige Menschen. Die meisten Kunden nutzen Online-Banking, den Geldautomat und Kontenmanager.“ Selbst ältere Menschen würden sich zunehmend besser mit Computern und der modernen Technik auskennen.

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