Die Busse der Linie 815 sind immer noch oft unpünktlich. Foto: Malte Klein

Die Filderstädter Jugendräte monieren, dass manche Busse zu spät kommen und andere auch mal zu früh abfahren. Klar ist nur eins: Da ist der Wurm drin.

Filderstadt - Wir sind auf die Busse angewiesen“, sagte Tom Harbort im Jugendgemeinderat. Deshalb liege es den Jugendlichen am Herzen, dass die Verbindungen pünktlich sind.

Die Kritik des Jugendrats betraf nicht nur die Busse des Unternehmens Friedrich-Müller-Omnibus, die mit den 800er-Nummern unterwegs sind. Auch die Busse der Stuttgarter Straßenbahnen, hier die der 76er-Linie, wurden beanstandet. Sie seien immer wieder unpünktlich. „Und zur Hauptverkehrszeit sind sie auch noch überfüllt“, sagte Harbort. Der Filderstädter Ordnungsamtsleiter Jan-Stefan Blessing vermutete, dass die Unpünktlichkeit vor allem von den Staus in Echterdingen herrühre. Eine Busbeschleunigung an zwei oder drei Ampeln sei bereits als eine Verbesserungslösung angedacht.

Berufsverkehr bremst Busse

Als Sorgenkind gilt auch weiterhin die Linie 815. Sie ist ebenfalls im Berufsverkehr immer wieder unpünktlich. „Die Busse stecken morgens im Berufsverkehr bei Neuhausen fest“, konstatierte Blessing. Hinzu komme, dass einige Fahrer die Strecke nicht kennen und an Haltestellen vorbeifahren würden, obwohl dort Fahrgäste stünden, berichtete Jugendrat Harbort. „Da muss man dann laut schreien, damit die anhalten.“ Auch die Schulbusse seien immer wieder unpünktlich. Der Jugendrat Lucas Osterauer berichtete von der Linie 816a, deren Bus sogar auch schon zu früh an einigen Haltestellen angekommen sei. „Den Bus habe ich dann nur noch von hinten gesehen“, sagte er. Osterauer vermutete, dass die Busfahrer früher losfahren, um Zeitverluste, die sich später ergeben könnten, zu vermeiden.

Früher loszufahren, verschaffe zwar Luft im Fahrplan, sagte Ordnungsamtsleiter Blessing. Dann müsse aber auch die neue Ankunftszeit an den Haltestellen auf den Fahrplänen vermerkt werden. Dies könne schon relativ schnell geschehen. Über andere Verbesserungen werde man mit dem Betreiber und dem Kreis im Sommer beraten.

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