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Der Mann steht vor Gericht, weil er eine Passagierin vergewaltigt und eine andere genötigt haben soll.

Stuttgart - Im Vergewaltigungsprozess gegen einen Busfahrer hat das Landgericht Stuttgart am Mittwoch im Fall eines Geständnisses eine mildere Strafe in Aussicht gestellt. So könne er es den Opfern ersparen, in der Verhandlung vernommen zu werden. Der Mann will nun am Freitag Stellung beziehen, in welchem Umfang, ist jedoch unklar. „Er wird sich äußern“, sagten seine Verteidiger. Fragen werde er aber nicht beantworten.

Der 51-jährige Busfahrer aus dem Rems-Murr-Kreis soll in seinem Linien-Bus eine geistig behinderte Frau im November 2009 vergewaltigt und eine andere im August desselben Jahres zweimal sexuell genötigt haben. Ihn erwarten ohne Geständnis laut Gericht deutlich mehr als vier Jahre Haft. Dem Busfahrer wird seit Dienstag der Prozess gemacht.

Angeklagter weint im Gerichtssaal

Am Mittwoch hat der 51-Jährige unter Tränen seinen Werdegang beschrieben. Er habe elf Jahre als Busfahrer gearbeitet, vorher war er in der Gastronomie tätig. Er gab an, während der Untersuchungshaft 30 Kilogramm abgenommen zu haben und unter Depressionen zu leiden.

Laut Anklage war der Mann mit den Frauen zur Endhaltestelle in Kernen (Rems-Murr-Kreis) gefahren und hatte sich geweigert, die Türen zu öffnen. Die heute 28-jährige geistig behinderte Frau soll der 51-Jährige zuvor aufgefordert haben, auf ihn zu warten und mit ihm „spazieren zu fahren“. An der letzten Station hielt er den leeren Bus an und verging sich an der jungen Frau. Die andere Frau soll der Busfahrer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen belästigt haben.

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