Anfangs schien das Kandidatenkarussell um Clemens Binningers Bundestagsmandat nicht in Schwung zu kommen. Foto: dpa

Inzwischen wollen vier Bewerber Clemens Binninger beerben. Nach Iris Ripsam und Marc Biadacz haben Swen Menzel und Oliver Zander ihre Kandidatur angekündigt.

Böblingen - Nachdem das Kandidatenkarussell nicht in Schwung kommen wollte, ist ein regelrechter Wettbewerb um die Nachfolge von Clemens Binninger Mandat im Bundestag entbrannt. Nach Iris Ripsam und Marc Biadacz haben auch Swen Menzel aus Nufringen und Oliver Zander aus Leonberg ihre Bewerbung angekündigt. Die Entscheidung über den neuen Kandidaten fällen die Christdemokraten am 19. November.

Swen Menzel engagiert sich bei den Christdemokraten als Vorsitzender des Stadtverbands Herrenberg und als Schriftführer des Bezirksverbands Nordwürttemberg. In seiner Zeit bei der Jungen Union war Menzel Kreisvorsitzender und Mitglied des Landesvorstands. Er hat Betriebswirtschaft studiert und arbeitet bei der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank in Stuttgart. Menzel war im vergangenen Landtagswahlkampf Zweitkandidat. Politisch steht er nach eigener Aussage für eine „konservative, liberale und christliche Politik der Mitte, die wieder klar erkennbar werden muss“. Bei der Flüchtlingspolitik habe die CDU vieles richtig, aber manches falsch gemacht. „Wir haben die Verantwortung, Menschen in Not zu helfen“, schreibt Menzel. „Menschen, die nicht in Not sind, müssen wir aber auch konsequent ausweisen.“

Oliver Zander sitzt für die Christdemokraten im Leonberger Gemeinderat und als Schatzmeister im CDU-Kreisverband. Bei der Mittelstandsvereinigung der Christdemokraten ist er Kreisvorsitzender, sitzt im Bundes- und im Landesvorstand. An diesen Ämter orientiert sich seine politische Ausrichtung. „Ich will mich auch im Bundestag für eine vernünftige Wirtschaftspolitik einsetzen, die den Mittelstand stärkt“, ist in seinem Bewerbungsschreiben zu lesen. Zudem will Zander sich in Berlin für die Belange seines Wahlkreises einsetzen. Als bundespolitischen Schwerpunkt nennt er die Integration von Flüchtlingen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Er selbst arbeitet als Prokurist bei einem mittelständischen Unternehmen für Wassertechnik in Leonberg. Zander ist gelernter Kaufmann.

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