Die Schüsse fielen an einer öffentlichen Mittelschule in dem Ort Highlands Ranch. Foto: AFP

In einer Mittelschule im Bundesstaat Colorado eröffnen zwei bewaffnete Schüler das Feuer in zwei Klassenräumen. Dabei wird ein 18-Jähriger getötet, acht Schüler verletzt. Die beiden Täter sind in Gewahrsam.

Highlands Ranch - Bewaffnete Schüler im US-Bundesstaat Colorado haben nach Polizeiangaben das Feuer an ihrer Schule eröffnet, einen 18-jährigen Schüler getötet und acht Menschen verletzt. Mehrere seien in kritischem Zustand, teilte der Sheriff von Douglas County, Tony Spurlock, bei einer Pressekonferenz am Dienstag mit. Die beiden Täter betraten ihm zufolge am frühen Dienstagnachmittag die Schule und eröffneten in zwei Klassenräumen das Feuer. Sie befinden sich in Gewahrsam.

Es handele sich um einen Minderjährigen und einen Volljährigen, so die Polizei. „Wir hatten sie nicht auf dem Radar“, sagte Spurlock über die Verdächtigen. Ihr Zuhause und ein Auto sollten durchsucht werden. „Ich muss annehmen, dass das schnelle Eingreifen der Polizisten geholfen hat, Leben zu retten.“ Alle Opfer seien 15 Jahre alt oder älter. Busse brachten die jüngeren Kinder zu einem Freizeitzentrum, wo ihre Eltern sie abholen konnten.

Mehr als 1850 Schüler besuchen die Mittelschule

Die Schüsse fielen an einer öffentlichen Mittelschule in dem Ort Highlands Ranch, etwa 24 Kilometer südlich der Hauptstadt Denver. Die Schule umfasst einen Kindergarten sowie die Klassenstufen eins bis zwölf. Der Fokus liegt auf Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik. Mehr als 1850 Kinder und Jugendliche besuchen die Schule. Nur sieben Kilometer entfernt liegt die Columbine High School, wo im April vor 20 Jahren bei einem Amoklauf 13 Menschen getötet wurden.

Als die ersten Schüssen fielen, liefen Schüler durch die Gänge und warnten andere. Einige fragten sich zunächst, ob es ein Scherz war. „Im ersten Moment wusste niemand so richtig, was los ist, ich wusste nicht, dass es Pistolenkugeln waren“, erzählte Sophia Marks, die in die siebte Klasse geht. Sie habe nur so etwas wie Blitze gesehen und Knalle gehört.

Mindestens eine Pistole wird sichergestellt

Der 15-jährige Chris Elledge sagte, ihr Lehrer hätte ihnen gesagt, sich hinter der Einrichtung des Raums zu verstecken, wo sie blieben bis die Polizei eintraf. „Sie stürmten in den Raum, fragten, ob es Verdächtige im Raum gebe und ob es uns gut gehe, und begleiteten uns dann durch den Haupteingang aus dem Gebäude“, berichtete Elledge.

Die Einsatzkräfte durchsuchten die Räume der Schule und stellten mindestens eine Pistole sicher. Weitere Angaben zu Waffen machte die Polizei nicht. Wagen von Feuerwehr, Rettungskräften und der Polizei standen vor der Schule. Auf einem Feld in der Nähe landete ein Rettungshubschrauber. Die Polizei sagte, sie habe gegen 13.50 Uhr (Ortszeit) auf einen Notruf aus der Schule reagiert. Als die Beamten kurze Zeit später ankamen, hätten sie noch Schüsse gehört. Eine Polizeiwache liegt in der Nähe der Schule.

Trump ist über den Vorfall informiert

„Tragischerweise kennt diese Gemeinde und die drumherum diese hasserfüllten und furchtbaren Gewaltakte nur zu gut“, teilte Judd Deere, ein Sprecher des Weißen Hauses mit. Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert und stehe in Kontakt mit Vertretern der lokalen Behörden und des Bundesstaates.

Erst vor einer Woche hatte ein Bewaffneter zwei Studenten an einer Universität in North Carolina getötet und vier verletzt.

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