Gegner aus den Reihen von Mays konservativer Partei hatten auf die Abstimmung gedrängt. Foto: PRU

Bittere Niederlage für die Premierministern, Erfolg für die Rebellen aus der konservativen Partei. Theresa May gerät nach einer verlorenen Abstimmung im Unterhaus bei der Brexit-Verhandlungen stärker unter Druck.

London - Die britische Premierministerin Theresa May hat im Parlament einen weiteren Rückschlag für ihren Brexit-Kurs erlitten. Das Unterhaus stimmte am Mittwoch mit 308 zu 297 Stimmen dafür, dass die Regierung für den Fall, dass der Brexit-Deal mit der EU am kommenden Dienstag im Parlament durchfällt, binnen drei Sitzungstagen ihre Pläne für das weitere Vorgehen offenlegen muss.

Entscheidende Abstimmung am Dienstag

Auf die Abstimmung hatten Rebellen aus Mays konservativer Partei gedrungen. Am Dienstagabend hatten die Abgeordneten bereits für einen Zusatz bei der Steuergesetzgebung gestimmt, der die Befugnisse der Regierung im Falle eines harten Brexit einschränkt.

Die entscheidende Abstimmung des Parlaments über den Deal mit der EU ist für kommenden Dienstag angesetzt. May hatte einen ersten Termin für das Votum im Dezember wegen einer sich abzeichnenden Niederlage verschoben. Die Zeit drängt: Großbritannien soll am 29. März aus der EU ausscheiden.

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