Ein Denkzettel, wie der Richter sagt, der aus dem Ruder lief: Das Feuer unter dem Auto setzte das Haus in Brand. Zu Schaden kam glücklicherweise niemand. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Ein 51-Jähriger wird wegen schwerer Brandstiftung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Im März hatte er im Suff das Auto seiner Exfreundin angezündet. Von diesem sprang das Feuer auf den Carport und deren Wohnhaus über.

Weissach im Tal - Es hätte ziemlich ins Auge gehen können, was ein 51-jähriger Fruchtsafttechniker in der Nacht vom 25. auf den 26. März in Weissach im Tal angezettelt hat. Aus Zorn über seinen Rausschmiss aus dem Haus seiner damaligen Freundin wollte er dieser einen Denkzettel erteilen. Nachdem er zuerst vergeblich geklingelt hatte, zündete der Betrunkene vor dem Haus mehrere Holzscheite an, um auf sich aufmerksam zu machen. Als auch das nicht fruchtete und die 47-jährige Hauseigentümerin immer noch nicht aufmachte, schob er die brennenden Hölzer unter das in einem Carport geparkte Auto der Frau und ging erst einmal davon.

Aus dem Denkzettel wird fast eine Katastrophe

Das hatte jedoch fatale Folgen. „Der Denkzettel ist aus dem Ruder gelaufen“, sagte der Vorsitzende Richter des Backnanger Schöffengerichts, vor dem sich der 51-Jährige am Montag wegen schwerer Brandstiftung verantworten musste. Die Flammen setzten nämlich zuerst das Auto in Brand und dann den Carport. Von diesem sprang das Feuer auf die Haussfassade über. Als der 51-Jährige gegen drei Uhr morgens noch mal zurückkehrte, brannte bereits die Hauswand. Er klingelte Sturm und versuchte mit allen Mitteln, die Frau auf das Feuer aufmerksam zu machen, die im ersten Stock im Bett lag. „Dein Haus fliegt gleich in die Luft“, schrie er, was sie aufwachen ließ. „Allerdings habe ich mich nicht getraut, aus dem Haus zu gehen. Um die Haustür herum hat es bereits lichterloh gebrannt“, sagte die 47-Jährige als Zeugin.

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