Was steckt hinter dem Brandanschlag auf eine Leipziger Polizeidienststelle? Foto: dpa

Zwei Autos des Ordnungsamtes gehen in der Nacht in Flammen auf. Das Landeskriminalamt vermutet einen politischen Hintergrund und hat die Ermittlungen übernommen.

Leipzig - Ein mutmaßlicher Brandanschlag auf einem Dienstgelände der Leipziger Polizei beschäftigt das sächsische Landeskriminalamt. Am späten Sonntagabend waren laut der Behörde im Stadtteil Leutzsch zwei Autos in Flammen aufgegangen, die mit der Aufschrift „Polizeibehörde“ beklebt waren und vom Ordnungsamt genutzt wurden. Ein drittes Fahrzeug sowie ein Funkmast wurden durch den Brand ebenfalls beschädigt.

Wie ein Sprecher der LKA am Montagmorgen sagte, sei es inzwischen erwiesen, dass die unbekannten Täter ein Loch in einen Zaun geschnitten hatten und dadurch auf das Gelände gelangt waren. Dann steckten sie die zwei Autos auf zunächst unbekannte Weise in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie einen Funkmast über. Dieser sei nach wie vor funktionstüchtig, so der Sprecher. Verletzt wurde durch das Feuer niemand, jedoch entstand ein Schaden, den das LKA im hohen fünfstelligen Bereich verortet.

Noch keine Hinweise auf mutmaßliche Täter

Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTAZ) Sachsen, konkret die Soko LinX, hat die Ermittlungen übernommen. Ein politischer Hintergrund der Tat liege nahe, da „vergleichbare Tathandlungen auf eine politische Motivation aus dem linken Spektrum hinwiesen“, teilte das LKA mit. Noch in der Nacht wurde mit einem Hubschrauber gefahndet. Das blieb jedoch ergebnislos.

Ein Bekennerschreiben ist der Behörde bisher nicht bekannt. Ebenso wenig gebe es Hinweise auf die mutmaßlichen Täter oder deren Anzahl, sagte der LKA-Sprecher.

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