Die Feuerwehr musste am Dienstag zur Justizvollzugsanstalt nach Stammheim ausrücken. Foto: SDMG

Die Feuerwehr musste am Dienstag zur Justizvollzugsanstalt in Stuttgart-Stammheim ausrücken. In der Zelle eines Gefangenen war ein Brand ausgebrochen.

Stuttgart - Aufregung im Stammheimer Gefängnis: Die Feuerwehr musste am Dienstag zur Justizvollzugsanstalt ausrücken, weil dort ein Brand ausgebrochen war. Eine Zelle im Erdgeschoss stand voll in Brand. Das Feuer war mutmaßlich von dem 17-jährigen Gefangenen selbst gelegt. „Das müssen nun aber erst einmal die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergeben“, sagt Anstaltsleiter Matthias Nagel. In dem achteinhalb Quadratmeter großen Raum war zunächst die Matratze in Flammen aufgegangen.

Die Feuerwehr wurde um 9.38 Uhr alarmiert. „Der Brand konnte schnell gelöscht werden“, heißt es in der Einsatzzentrale. Das erledigten zunächst vier Mitarbeiter des Gefängnisses, die von dem 17-Jährigen alarmiert wurden. Die Feuerwehr war noch länger damit beschäftigt, die Räumlichkeiten zu lüften. Andere Gefangene waren nicht in Gefahr. „Zunächst gab es die Überlegung, zehn Betroffene in einem anderen Gebäude unterzubringen“, sagt Nagel, „nachdem alles aber entraucht werden konnte, war das nicht mehr notwendig.“ Die Betroffenen blieben während der Löscharbeiten in ihren Zellen. „Die Türen sind rauchdicht“, so Matthias Nagel.

Hat der 17-Jährige ein Feuerzeug in die Zelle geschmuggelt?

Der Zwischenfall spielte sich im Bau 2 ab, dem Trakt, in dem vor allem jugendliche Untersuchungshäftlinge untergebracht sind. Bestätigt sich der Verdacht der Brandstiftung, hätte der 17-Jährige offenbar auf unbekannte Weise ein Feuerzeug in die Zelle schmuggeln und verstecken können. „Die Ermittlungen dauern an“, sagt ein Polizeisprecher. Der Schaden wird auf 2000 Euro geschätzt. Der 17-Jährige wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Auch die vier Mitarbeiter zogen sich mutmaßlich leichte Rauchvergiftungen zu. Einer blieb für längere Zeit vorsorglich in der Klinik.

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