Ende Juli gab es ein heftiges Gewitter in Stuttgart. Foto: picture alliance/dpa

Ein Münchner Blitzortungsunternehmen hat die Anzahl der Blitze in Deutschland gezählt. Doch nicht nur das, auch die Stärke ging in die Messungen mit ein. Einer der heftigsten Blitze ging im Kreis Calw nieder.

Stuttgart - In diesem Sommer hat es in Baden-Württemberg zwar etwas weniger geblitzt. Dafür waren die Gewitter nach Angaben des Münchner Blitzortungsunternehmens Nowcast heftiger als sonst. Das Blitzmesssystem registrierte von Juni bis August exakt 430 670 Blitze im Südwesten. Genaue Vergleichszahlen zum Sommer 2018 liegen Nowcast nicht vor, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte.

Deutschlandweit blitzte es knapp 4,4 Millionen mal, auch dies sind etwas weniger Blitze als üblich und auch weniger als im Vorjahr. „Aufgrund der langen Hitzewelle und der trockenen Witterung entstanden vor allem im Juni deutlich weniger Gewitter als üblich“, sagte Nowcast-Geschäftsführer Richard Fellner.

308 900 Ampere in Bad Herrenalb

Mit rund einem Viertel aller Blitze (1,06 Millionen) war Bayern das blitzreichste Bundesland, gefolgt von Niedersachsen mit 503 000 und Brandenburg mit 469 000 Entladungen.

Der stärkste Blitz wurde in Nordrhein-Westfalen im Kreis Wesel gemessen - dort entluden sich am Morgen des 29. August in Dinslaken mehr als 348 000 Ampere. „In kürzester Zeit wurde dabei mehr als 20 000 mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist“, rechnete Fellner vor. Bad Herrenalb (Kreis Calw) liegt mit einem Blitz mit 308 900 Ampere unter den Top Fünf der heftigsten Blitze. Die meisten Gewittertage gab es in den Alpen - hier liegt der bayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 29 Gewittertagen an der Spitze.

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