Die toten Fische vom Stuttgarter Max-Eyth-See werden in Containern gesammelt. Foto: dpa

Seit vergangenem Wochenende ist der Max-Eyth-See für Fische eine Todeszone. Bei einem Sauerstoffgehalt von 1,3 Milligramm pro Liter gibt es für sie keine Überlebenschance. Ein Experte erklärt uns, was der Auslöser dafür war.

Stuttgart - 40 000 bis 50 000 Fische sollen im Max-Eyth-See gestorben sein, seit er vergangenes Wochenende gekippt ist. Das Technische Hilfswerk ist mit fünf Ortsgruppen im Dauereinsatz, um den See wieder mit Sauerstoff anzureichern. Aber wie konnte es so weit kommen?

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Das Hauptproblem seien die Ausscheidungen der vielen Tiere am und im See, erklärt Peter Maurer vom Forschungsklärwerk der Uni Stuttgart. Dadurch entstünde eine Überdüngung des Gewässers. So entsteht ein Kreislauf, der dem Wasser den Sauerstoff entzieht. Erst wachsen Wasserpflanzen und Algen durch den hohen Nährstoffgehalt im Wasser. Wenn sie absterben, werden sie von Bakterien zersetzt, die wiederum den Sauerstoff aus dem Wasser absorbieren.

Die Rechnung geht also so: Je mehr abgestorbene Pflanzen, desto mehr Bakterien und desto weniger Sauerstoff im Wasser. Im Extremfall führt das zu den 1,3 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser, die der Max-Eyth-See bei den letzten Messungen hatte. Zum Überleben brauchen die Fische vier Milligramm, ideal wären laut Peter Maurer etwa acht. Im Video erklärt er, wie es dazu kommen konnte und was man dagegen tun kann.

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