Die Bildungslandschaft im unteren Filstal ist erneut in Bewegung geraten. Wieder prescht die Realschule Uhingen mit einer neuen Idee vor. Foto: Pascal Thiel

Im unteren Filstal setzen gerade die Uhinger Schulen neue pädagogische Trends auffallend rasch um, stellt STZ-Redakteurin Corinna Meinke fest.

Kreis Göppingen - Die Uhinger Schullandschaft ist ganz schön agil. Schon vor einigen Jahren ließ die Gründung eines bilingualen Zugs Englisch in der Uhinger Haldenbergrealschule aufhorchen und führte zu steigenden Schülerzahlen. Die Idee hat sich zum Erfolgsmodell ausgewachsen, das Elternhäuser von Zell bis Hattenhofen und von Schlierbach bis Bünz­wangen überzeugt hat.

Auch im Wettlauf um die Gemeinschaftsschule im unteren Filstal hatte Uhingen die Nase vorn. Während sich im Nachbarort Ebersbach die dortige Realschule einer Zusammenarbeit mit der örtlichen Hardtschule verweigerte und deren Sprung in ein neues pädagogisches Zeitalter vereitelte, erhielt die Uhinger Hieberschule den Zuschlag. Jetzt planen die Uhinger mit einer elften Realschulklasse als Sprungbrett für das allgemeinbildende Gymnasium erneut einen Bildungscoup. So ein Schulversuch in Kooperation mit dem Göppinger Freihofgymnasium könnte das Image der örtlichen Realschule weiter aufpolieren, sollte aber auch den Uhinger Gemeinschaftsschülern offen stehen.

Auch der Allgaier-Chef steht dahinter

Dem ersten Uhinger Antrag für dieses Modell ist die vergangene Landtagswahl in die Quere gekommen, und das trotz der Vermittlungsbemühungen des exzellent vernetzten Ex-Wirtschaftslobbyisten und Aufsichtsratsvorsitzenden der Uhinger Allgaier-Werke, Dieter Hundt. Die aktuelle Einladung an die neue Kultusministerin beweist aber, dass die Uhinger ihr Klassenziel fest im Blick haben und weiter aktive Standortsicherung betreiben.

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