Zweitklässler lernen Schwimmen. Nicht überall im Südwesten ist das ohne weiteres möglich. (Archivbild) Foto: dpa/Stephanie Pilick

Warum können viele Kinder heute nicht mehr schwimmen? Dieser Frage geht der Bildungsausschuss im Landtag nach. Die Antwort ist vielschichtig.

Stuttgart - In Baden-Württemberg kann etwa jede vierte Grundschule keinen Schwimmunterricht für die Schüler anbieten. Das geht aus einer Mitteilung der Landesregierung an den Kultusausschuss des Landtags hervor.

Demnach gaben 24,2 Prozent von 2346 befragten Schulen an, keinen Schwimmunterricht erteilen zu können - weil es kein Schwimmbad in der Nähe gibt oder die Anfahrtszeiten zum nächsten Bad zu lang seien. Als weiterer Grund wurde genannt, dass qualifizierte Lehrer für den Schwimmunterricht fehlten. An der Befragung nahmen vor allem öffentliche Grundschulen teil.

Es gibt große regionale Unterschiede: Im Bereich des Regierungspräsidiums Freiburg erteilten rund 44 Prozent der Grundschulen keinen Schwimmunterricht, heißt es in der Mitteilung. Im Bereich des Regierungspräsidiums Tübingen liegt der Anteil bei rund 17 Prozent. In den Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart beträgt der Anteil 18 Prozent beziehungsweise 22 Prozent. Gefragt wurde nach der Situation im Schuljahr 2018/2019.

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