Deutsches Brot in grüner Obhut: Cem Özdemir mit Bäckerpräsident Michael Wippler. Foto: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks

Jeden Tag erreichen uns tausende von Agenturfotos. Eines davon ist unser Bild des Tages. Heute: Cem Özdemir arbeitet an seiner beruflichen Neuorientierung.

Stuttgart - Die Grünen haben es zur Zeit nicht leicht. Bei der Landtagswahl in NRW hat sich ihr Stimmenanteil fast halbiert und für die Bundestagswahl fehlen zündende Themen. Dass die Ökopartei derzeit schwächelt, wird aber auch dem Führungsduo Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir angelastet. Die beiden kriegen es einfach nicht gebacken, heißt es in der Partei. Diesen Vorwurf will sich zumindest Özdemir nicht gefallen lassen und setzt – ganz Medienprofi – zur Gegenoffensive an. Wie wir dem Fachblatt „Allgemeine Bäckerzeitung“ entnehmen, ist der Grüne jetzt zum Brot-Botschafter des deutschen Bäckerhandwerks ernannt worden – und zum Schirmherrn der Nachwuchskampagne „Back dir deine Zukunft.“

Angesichts der Zukunftsperspektiven der Grünen kann es sicher nicht schaden, sich auch mal andere Berufsfelder anzusehen. Ob Özdemir nach dem Scheitern seiner Partei an der Fünf-Prozent-Hürde im Bäckerhandwerk reüssieren kann, wird von seinen ersten Schritten auf dem neuen Terrain abhängen. Fordert er eine Zwangsquote für Biobrote aus regionalem Getreide? Oder die Integration des Vollkorn-Dönerbrötchens in die deutsche Backkultur? Vielleicht kommt es ja auch ganz anders – und die Grünen räumen bei der Bundestagswahl dank eines neuen Slogans so richtig ab: „Es gibt viel zu tun. Backen wir’s auf!“

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