Die Grünen-Stadträtin Anna Deparnay-Grunenberg spricht beim Jugendforum im Mai 2015 mit den Jugendlichen über ihre Wünsche und Ideen. Foto: Petra Mostbacher-Dix

Das DRK bekommt neue Räume und die Graffiti-AG am Hegel-Gymnasium Wände zum Besprühen. Das sind zwei Ergebnisse des Jugendforums, das im Mai 2014 auf dem Vaihinger Markt stattgefunden hat.

Vaihingen - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Vaihingen hat neue Räume. Künftig haben die Lebensretter an der Gewerbestraße 6 im sogenannten Synergiepar Vaihingen-Möhringen ihr Quartier. Der Umzug ist erforderlich, weil der Mietvertrag des DRK für das Vereinsheim an der Vischerstraße ausläuft. Das Immobilienunternehmen Kapitalpartner Konzept aus Markdorf am Bodensee will dort Studentenwohnungen bauen. Auch das Jugendrotkreuz Vaihingen wird in die neuen Räume an der Gewerbestraße ziehen.

Das Jugendforum Vaihingen hat dazu beigetragen, dass das DRK neue Räume gefunden hat. Bei der Veranstaltung im Mai auf dem Vaihinger Markt hatte sich auch das JRK eingebracht. Die Mädchen und Jungen machten deutlich, wie wichtig es ist, dass ein neues Vereinsheim gefunden wird. Der SPD-Bezirksbeirat Sven Ostertag unterstützte die Mädchen und Jungen. Denn beim Jugendforum bekommt jede Projektgruppe einen Paten aus der Lokal- oder Kommunalpolitik, der sie berät. „Herr Ostertag hat uns sehr geholfen“, lobte die Jugendleiterin Petra Hofmann-Göpfert in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats. In dieser stand eine Nachlese zum Jugendforum auf der Tagesordnung. Marc Fischer vom Stadtjugendring berichtete. Er hatte die Veranstaltung im Mai zusammen mit einigen Mitstreitern organisiert.

Die Graffiti-AG bekommt Wände zum besprühen

Auch der Wunsch der Graffiti-AG am Hegel-Gymnasium kann wahrscheinlich erfüllt werden. Die Jugendlichen wünschten sich Flächen, auf denen sie legal sprayen können. Der Vaihinger Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt berichtete, dass die Mädchen und Jungen einige Wände in der Unterführung am Schillerplatz verschönern dürfen. Dort sei auch eine Ausstellung geplant. Weitere Flächen seien im Gespräch, sagte Meinhardt.

Einige Jugendliche, die im Jugendtreff Lauchhau zusammenkommen, wollen eine Band gründen und wünschen sich einen Probenraum. Das brachten sie beim Jugendforum ein. Inzwischen hat der Bezirksbeirat aus seinem Kulturetat Geld für Musikinstrumente und sogar für einen Musiklehrer bewilligt. „Den zweiten Teil des Projekts, die Suche nach einem Probenraum, nehmen wir im nächsten Jahr in Angriff“, sagte Stefan Urbat. Er ist für die Piraten im Gemeinderat und war Projektpate.

Aus dem Kleinspielfeld wird vorerst nichts

Die Kinder-und Jugendkantorei probt im Lutherhaus an der Kaltentaler Straße 1. Die jungen Sänger bemängelten beim Jugendforum, dass die Fahrbahn nicht gefahrlos überquert werden könne. Nun will die Stadt sogenannte Gehwegnasen bauen. Der Bürgersteig wird in die Straße hineingezogen, damit Kinder besser sehen und besser gesehen werden.

Für die Kinder und Jugendlichen in Büsnau gibt es hingegen keine guten Nachrichten. Sie wünschten sich ein Kleinspielfeld auf dem Gelände der Steinbachschule. Die Stadt hatte dort Container entfernt, die nach Meinung der Verwaltung nicht mehr benötigt wurden. Auf dem frei gewordenen Gelände wollten die Jungs und Mädels kicken. „Aber die Stadt hat das Fundament mittlerweile entfernt. Und es hätte auch keine Zuschussmöglichkeit für das Projekt gegeben“, sagte Axel Weber. Der CDU-Bezirksbeirat war Projektpate.

Zudem wünschten sich die Jugendlichen Verbesserunein beim öffentlichen Personennahverkehr, zum Beispiel einen besseren Takt bei den Buslinien 81 und 82. Die Stadt beziehungsweise die SSB konnten diese Wünsche aber noch nicht erfüllen. Marc Fischer zog dennoch ein positives Fazit. „Bei vielen Projekten hat sich was bewegt“, sagte er. Und der Jugendrat, den es in Vaihingen künftig wieder geben werde, könne die Themen weiter forcieren.

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