„Der Klavierspieler vom Gare du Nord“ von Gabriel Katz ist im Verlag S. Fischer erschienen und kostet 20 Euro. Foto: S.Fischer

Woche für Woche kommen neue Bücher auf den Markt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuerscheinungen vor. Heute: „Der Klavierspieler vom Gare du Nord“ von Gabriel Katz.

Stuttgart - Kommt einem der Titel des Buches „Der Klavierspieler vom Gare du Nord“ bekannt vor, liegt das vielleicht daran, dass man den Film mit dem selben Titel schon im Kino gesehen hat. Doch was taugt eigentlich der Roman von Gabriel Katz, aktuell auf Platz 24 der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Der Inhalt

Arme haben’s schwer, Reiche aber auch. Der gut situierte Musik-Professor Pierre steckt in einer Lebens- und Jobkrise. Am Pariser Bahnhof Gare du Nord hört er einen jungen Kerl aus prekären Verhältnissen Klavier spielen. Ein Naturtalent! Werden die zwei einander helfen können?

Der Autor

Vor dem literarischen Debüt, das auch gleich verfilmt wurde, hat der Franzose Gabriel Katz Fantasy-­Romane und Drehbücher geschrieben.

Der Spannungsfaktor

Der Erzähler baut einige Dramen ein, bis es zum Happy End kommt.

Der Gesprächsfaktor

Warum auf einem Buch mit einem Bahnhof im Titel auf dem Cover Zeichnungen von Eiffeltürmen prangen.

Die Leseprobe

„Die Sonate tanzt weiter im Wind, sie steigt auf wie ein trockenes Blatt, sinkt dann wieder herunter, wirbelt umher.“

Das Niveau

Erzählt wird, floskelhaft und psychologisch nicht gerade fein ziseliert, mal aus der Perspektive von Mathieu, mal aus der von Pierre.

Das passende Accessoire

Als Kitsch-Kontrastmittel: Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und die grandiose Verfilmung von Michael Haneke mit Isabelle Huppert.

Das Buch ist genau das Richtige für

Fans von Richard Claydermans Klavierspiel.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: