Ein betrunkener Mann versuchte offenbar die Polizei hereinzulegen (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Ein Autofahrer verursacht in Besigheim betrunken einen Unfall, flüchtet und meldet sich wenig später als vermeintliches Opfer bei der Polizei. Doch die Beamten kommen dem Mann auf die Schliche.

Besigheim - Mit einer ungewöhnlichen Unfallflucht haben es Polizisten am Donnerstag in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) zu tun bekommen, bei der aus einem angeblichen Unfallopfer schnell ein stark alkoholisierter Unfallverursacher wurde.

Wie die Polizei berichtet, hatten Zeugen einen Unfall in einem Kreisverkehr beobachtet. Ein Mercedes-Fahrer war von der Straße abgekommen und gegen eine Straßenlaterne geprallt. Anschließend hatte sich der Fahrer aus dem Staub gemacht.

Der Mann konnte sich kaum noch artikulieren

Etwa 45 Minuten später meldete sich ein Mann über Notruf bei der Polizei und gab vor, Opfer einer Unfallflucht geworden zu sein. Ein weißes Auto habe seinen Mercedes beschädigt. Dieselbe Streifenwagenbesatzung, die bereits zuvor im Fall der Unfallflucht in Besigheim ermittelt hatte, begab sich hierauf zur Anschrift des Anrufers. Als die Beamten vor Ort eintrafen lag ein 55 Jahre alter, offensichtlich stark alkoholisierte Mann neben einem abgestellten, beschädigten Mercedes. Er konnte sich nur schwer artikulieren, behauptete jedoch, dass eine andere Person den Mercedes gefahren habe, da er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Aufgrund der vorhandenen Zeugenhinweise bestand jedoch der dringende Verdacht, dass der 55-Jährige selbst gefahren und auch in die Unfallflucht in Besigheim verwickelt war. Auch der Schaden am Mercedes passte zu denen an der Laterne. Als die Polizisten ihm dies erläuterten, beleidigte er die Beamten. Der Mann musste sich im Anschluss einer Blutentnahme unterziehen. Der entstandene Schaden wurde auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern noch an.

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