Larry ist Mäusefänger in Downing Street No. 10, der Amtswohnung des britischen Premierministers. Foto: AFP//Ben Stansall

Die eine ist Designer-Muse, die andere Hauptfigur in einem Bestseller, und eine dritte war fast 20 Jahre lang als Bürgermeisterin im Amt – Katzen sind mitunter mehr als nur Haustiere. Ein paar von ihnen bleiben besonders im Gedächtnis.

Berlin - Schon die alten Ägypter haben Katzen verehrt und als heilig angesehen. Heute sind sie die Lieblingshaustiere der Deutschen. Die Vierbeiner haben die Unterhaltungsbranche erobert, dienen Politikern oder schmücken wichtige Ämter. Am 8. August ist Weltkatzentag. Ein Überblick über die berühmtesten Miezen.

Larry the Cat

Larry lebt seit 2011 in der Downing Street Number 10 in London – der Amtswohnung des britischen Premiers. Unter David Cameron, der von 2010 bis 2016 Premierminister war, traf der Kater sogar den damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Aktuell gehört er zum Team von Boris Johnson, jagt Mäuse und kommentiert auf einem satirischen Twitter-Account mit fast 400 000 Followern das politische Geschehen. Übrigens: Auch Winston Churchill (1874–1965) hatte in den 40er Jahren schon einen sogenannten Chief Mouser: Nelson.

Grumpy Cat

Eigentlich hieß sie Tardar Sauce. Doch die heruntergezogenen Mundwinkel und der mürrische (auf englisch: grumpy) Blick machten sie 2012 zur Grumpy Cat – und zur wohl bekanntesten Mieze des Internets. 2014 erschien in den USA sogar ihr eigener Film. Und da Legenden nie sterben, ist die Samtpfote auch nach ihrem Tod noch ein Star: mit mehr als 2,5 Millionen Instagram-Fans.

Bürgermeister Stubbs

Er war ehrlich, neutral und hat nie die Steuern erhöht. Im Dorf Talkeetna im US-Bundesstaat Alaska war Kater Stubbs rund 20 Jahre als Bürgermeister im Amt. 1997 ließ sich für die Position nämlich kein menschlicher Amtsträger finden und so schrieb die Mehrheit den Namen des Vierbeiners auf den Wahlzettel. Fortan regierte das tierische Oberhaupt. Bis zu seinem Tod 2017.

Hipster Cat Hamilton

Irgendwann Anfang der 2010er Jahre waren sie plötzlich da: junge Männer mit zurecht gestutzten Oberlippenbärten, sogenannte Hipster. Doch auch in der Tierwelt scheint sich der Trend so langsam zu etablieren. Hamilton, die Hipster-Katze, ist dabei mit ihrem weißen Schnurrbart der Vorreiter. Seine etwa 800 000 Social-Media-Fans bekommen täglich neue Fotos des Tiers – den Schnauzer dabei immer perfekt in Szene gesetzt. Fehlen nur noch Jeanshemd und Jutebeutel.

Streuner Bob

Es war eine Freundschaft, die Millionen Menschen rührte – zwischen dem rot-getigerten Kater Bob und seinem Besitzer James Bowen. Nachdem der einst drogenabhängige Straßenmusiker 2007 die verletzte Katze gefunden und wieder aufgepäppelt hatte, folgte sie ihm auf Schritt und Tritt. Beide wurden zu Berühmtheiten, reisten gemeinsam um die Welt und führten plötzlich ein ganz neues Leben. Ein Buch über die ungewöhnliche Freundschaft („Bob, der Streuner“) wurde zum Bestseller, auch ein Film wurde gedreht. Im Alter von 14 Jahren starb Bob in diesem Juni. „Ich habe das Gefühl, das Licht in meinem Leben ist ausgegangen“, sagte Bowen.

Choupette

Sie gilt als richtige Star-Mieze und war jahrelange Muse von Karl Lagerfeld (1933–2019). Wo der Modedesigner war, war auch sie. Die Birma-Katze warb für Autos und eine japanische Make-up-Kollektion, twitterte und führte ein ganz normales Luxusleben. Nach dem Tod des Modeschöpfers entbrannte ein Erbstreit um Choupette, bei dem es um Millionen gegangen sein soll.

Socks

Der Kater Socks war die Hauskatze der Familie des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und wurde als „First Cat“ auch international bekannt. Socks wurde als Jungtier Anfang 1991 von Clintons Tochter Chelsea gefunden und von der Familie als Haustier aufgenommen. Aufgrund seiner weißen Pfoten bei ansonsten fast vollständig schwarzem Fell wurde der Kater Socks (englisch für Socken, Strümpfe) genannt. Nachdem Bill Clinton 1992 zum amerikanischen Präsidenten gewählt wurde, kam Socks mit der Familie in das Weiße Haus in Washington, D.C. Durch gelegentliche Presseberichte wurde er auch über die USA hinaus bekannt und hatte eine große Fangemeinde. 2009 war seine Krebserkrankung so schlimm geworden, dass er eingeschläfert werden musste.

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