ARCHIV - Gute Laune bei der Premiere von „Berlin Alexanderplatz“ auf der Berlinale im Februar: v. li. Nils Verkooijen, Welket Bungue,der Regisseur Burhan Qurbani, Albrecht Schuch und Jella Haase Foto: dpa/Britta Pedersen

Der eine Film zeigt die Berliner Unterwelt, auch der andere spielt in der Millionenmetropole: Die Dramen „Berlin Alexanderplatz“ und „Undine“ sind für den Europäischen Filmpreis nominiert. Chancen haben auch zwei deutsche Schauspielerinnen.

Sevilla/Berlin - Für den Europäischen Filmpreis sind gleich zwei Filme aus Deutschland nominiert. Das Liebesdrama „Undine“ von Christian Petzold und die Literaturverfilmung „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani wurden als bester Film vorgeschlagen, wie die Europäische Filmakademie am Dienstag in Sevilla bekanntgab. „Berlin Alexanderplatz“ ist ein Werk der Sommerhaus Filmproduktion aus Ludwigsburg.

Die Neuauflage von „Berlin Alexanderplatz“ lief bereits im Wettbewerb der Berlinale. Regisseur Qurbani verlegt den Literaturklassiker von Alfred Döblin in die Gegenwart. Mit rauschhaften Bildern und interessanter Tongestaltung erzählt er von Flucht und Überleben, von Drogendeals, Prostitution und der Suche nach dem richtigen Leben.

Auch Paula Beer und Nina Hoss im Rennen

Die beiden deutschen Filme konkurrieren beim Europäischen Filmpreis mit vier weiteren Produktionen - nämlich mit den Dramen „Another Round“ des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg, „Corpus Christi“ von Jan Komasa, „Martin Eden“ von Pietro Marcello und „The Painted Bird“ von Václav Marhoul.

Die deutschen Schauspielerinnen Paula Beer („Undine“) und Nina Hoss („Schwesterlein“) sind zudem als beste Darstellerin vorgeschlagen. „Berlin Alexanderplatz“ hat zudem Chancen auf den Drehbuchpreis.

Die Gala fällt aus

Der Europäische Filmpreis gilt als einer der wichtigsten Auszeichnungen der Branche. Er wird jährlich wechselnd in Berlin und in einer anderen europäischen Stadt vergeben. In diesem Jahr war eine Gala im isländischen Reykjavik geplant, sie fällt allerdings wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus. Die Gewinner werden stattdessen vom 8. bis 12. Dezember digital bekannt gegeben.

Die rund 3800 Mitglieder der Europäischen Filmakademie (EFA) stimmen über viele Preisträger ab. Viele der nominierten Produktionen liefen zum Beispiel auf den Filmfestspielen in Berlin und Venedig.

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